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Description
Die Reichsritterschaft gehört zu den eigentümlichsten Erscheinungen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Zwischen Reichsunmittelbarkeit, korporativer Selbstorganisation und politischer Behauptung gegenüber den Territorien nimmt sie eine eigene Stellung im Gefüge des Alten Reiches ein. Wolfgang von Stetten untersucht diese besondere Rechts- und Verfassungslage am Beispiel des fränkischen Kantons Odenwald und Schwäbischen Ritterkantons Kocher und zeichnet zugleich die Entwicklung der unmittelbaren freien Reichsritterschaft über mehrere Jahrhunderte nach. Im Mittelpunkt stehen die Rechtsstellung der Reichsritter innerhalb des Reiches, ihre Korporationsbildung, die Folgen der Mediatisierung um 1806 sowie ihre Stellung in den neuen Staaten nach dem Ende des Alten Reiches. Auf breiter Quellenbasis zeigt die Studie, wie die Reichsritterschaft ihre Autonomie begründet, verteidigt und in einer Zeit tiefgreifender politischer Umbrüche um ihre Anerkennung ringt. Damit erschließt der Band nicht nur die Geschichte des Kantons Odenwald, sondern ein zentrales Kapitel südwestdeutscher und fränkischer Verfassungsgeschichte. Die vorliegende zweite Auflage wurde erweitert und ergänzt. Baron Stetten saß von 1992 bis 2002 für die CDU im Deutschen Bundestag. Er unterhält Altersruhesitze in Schloß Stetten, Künzelsau und Bad Mergentheim. Zu seinen Auszeichnungen zählen das Bundesverdienstkreuz am Bande, das Großkreuz des itauischen Gediminas-Ordens, das Estnische Maarjamaa-Kreuz I. Klasse, der Lettische Drei-Sterne-Orden und die Ehrenplakette des Bundes der Vertriebenen. Er ist Ehrenbürger der Rajongemeinden Kelme und Jurbarkas in Litauen.



