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Description
(Text)
Die epistulae morales gelten als Hauptwerk des römischen Philosophen und Politikers Lucius Annaeus Seneca. Die vorliegende Arbeit beleuchtet den künstlerisch-literarisch-biographischen Aspekt dieses philosophischen Werkes, fragt nach der Vermittelbarkeit philosophischen Könnens und sucht die gemeinsamen Wurzeln von Philosophie und Literatur. Seneca ist Philosoph und Künstler, Pädagoge und Literat, Politiker und Philosoph. Nicht nur im Leben, auch im philosophischen Denken schafft er aus Gegensätzen paradoxe Einheiten, er übersteigt hierarchische Ebenen, strebt nach Synthese und Praxis und sucht die Einheit korrelierender Gegensätze auf höherem denkerischen Niveau: Ursache und Wirkung, Subjekt und Objekt, Autor und Werk fallen zusammen. Hierin besitzt der Pragmatiker Seneca einen ausgeprägten Sinn für Metaphysik und Mystik. Dabei stösst sein Verlangen nach transzendenten Philosophemen (Platonismus) an die Grenzen dessen, was die stoische Philosophie mit ihrer ausgesprochenen Immanenz und Diesseitsbezogenheit zulässt.
(Table of content)
Aus dem Inhalt: Senecas Verbindung von Tod, Freundschaft, Ruhm und Philosophie, die Formel imago vitae - Philosophische Pädagogik, Platonische Muster, Seneca und Platon, Samengleichnis (ep. 38), Platonische Ontologie (ep. 58), causa und materia (ep. 65) - Seneca als Philosoph, Künstler und Literat: epp. 8, 21, 79, 102 - imago mortis
(Author portrait)
Der Autor: Beat Schönegg wurde 1967 in Basel geboren. Von 1985 bis 1991 Studium der Lateinischen Philologie, der Alten Geschichte sowie der Neueren allgemeinen Geschichte an der Universität Basel. 1998 Promotion.



