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Description
(Short description)
Ein sprachgewaltiges Kaleidoskop an Geschichten und Schicksalen: Bohuslav Kokoschka erzählt vom 1. Weltkrieg & den letzten Zügen des Kaiserreichs - Geschichten, die in Wiener Parks und Cafés, auf Strohlagern von Kasernen und in den Hängematten eines Kriegsschiffs der k.u.k.-Marine spielen.»Das Buch meines Bruders liegt mir sehr am Herzen, ich habe dafür von deutschen Verlegern schon so viele Anerkennungsschreiben in der Schreibtischlade, aber wenn es zum Druck kommt, sind sie immer zu feig und zu gleichgeschaltet.« (Oskar Kokoschka)
(Text)
Jugoslawien nach dem 1. Weltkrieg: Eine junge Frau findet das Tagebuch eines Wiener Geigers, in dem sie über seine Erlebnisse in der k.u.k-Marine liest. Er erzählt von seiner Zeit in der Stabskapelle an Land und seiner Versetzung auf einen Admiralskreuzer. Als der Kaiser seinen Besuch ankündigt und Italien die Übergabe der österreichischen Flotte fordert, spitzt sich die Lage auch unter den Soldaten immer mehr zu.Bohuslav Kokoschka verfasste seinen sprachgewaltigen und klugen Roman, der die Wirren seiner Zeit treffend beschreibt, im Jahr 1919. Ein Kaleidoskop an Geschichten und Perspektiven über den Vielvölkerstaat in der österreichischen Erzähltradition von Joseph Roth und Heimito von Doderer.»Das Buch meines Bruders liegt mir sehr am Herzen, ich habe dafür von deutschen Verlegern schon so viele Anerkennungsschreiben in der Schreibtischlade, aber wenn es zum Druck kommt, sind sie immer zu feig und zu gleichgeschaltet.« (Oskar Kokoschka)
(Review)
"Oskar Kokoschkas Bruder Bohuslav und dessen Roman gilt es zu entdecken." - Constanze Matthes, Zeichen & Zeiten
(Extract)
Ich hatte das freie Meer noch nicht gesehen und war voll Neugierde. So stolperten wir fort, achteten nicht des kalten Windes. Wenn wir nur aus der großen Kaserne draußen waren! Zwischen Büschen und Felsen kletterten wir zum Strand hinab, und nach einigem Suchen hatte Sangulin die Boote in einer Bucht gefunden. Sie lagen da wie riesige, langgestreckte Muscheln, und wenn wir es uns einteilten, hatten wir Beschäftigung für einige Tage. Wir fingen an, indem wir uns unter eines der gekippten Boote setzten, das uns gegen den Wind schützte. Sangulin drehte sich eine Zigarette aus Tabak, der reichlich mit Brotkrumen, Haaren und Wollfäden vermischt war, und ich sah erstaunt auf das Meer hinaus, das blauschwarz vor uns lag und unaufhörlich weiße, endlose Gischtstreifen heranwälzte.
(Author portrait)
Bohuslav Kokoschka (1892-1976, Wien) war wie sein älterer Bruder Oskar Kokoschka Maler, Grafiker und Schriftsteller. Daneben verfasste er Romane und Dramen. Bei Ausbruch des 1. Weltkriegs wurde er zur österreichischen Marine eingezogen, nach Kriegsende schrieb er den Roman »Ketten in das Meer«.



