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Description
(Short description)
Autor und Protagonist eines Reiseromans geraten in Konflikt miteinander, als die erfundene Figur im selben Maße Anspruch auf reale Phänomene erhebt, wie sich ihr Schöpfer mit den Tücken einer von ihm selbst kreierten Welt herumschlagen muss.
(Text)
Während ein kleiner Angestellter eine krisenbedingte berufliche Freistellung dazu nützt, sich den lebenslang gehegten Traum von jenem Aufbruch ohne ein bestimmtes Ziel, jener Reise um des Reisens willen, zu erfüllen, für die er bislang weder Zeit noch Mut aufgebracht hat, schickt ihn ein Schriftsteller als Hauptfigur seines Prosatextes auf eben jene große Fahrt. Von diesem Moment an werden die Fährnisse des einen zu Unannehmlichkeiten für den anderen. Ihre Wege kreuzen sich: Versiegt die Reiselust, wird die Romanfigur unbrauchbar, lässt der Hunger nach Abenteuern nach, liegt das mitunter an der Erfindungsgabe des Autors. Granturismo erzählt vom Entstehen und Scheitern eines Reiseromans. Wir begleiten den Protagonisten auf den skurrilsten Passagen seiner Fahrt, werden Zeugen überraschender Begegnungen und folgenschwerer Irrtümer. Ob mit todesverachtenden Liebespaaren, Seelenverkäufern mit angeknackstem Selbstbewusstsein oder längst verstorbenen Personen konfrontiert, sobald sich der Reisende gezwungen sieht, eine Atempause einzulegen, wendet sich sein Erfinder der eigenen Umgebung zu und avanciert auf diese Weise zum Helden einer ganz anderen, seiner "eigenen" Geschichte, die immer lebendigere Ausmaße annimmt.
(Review)
"Millesi, ein Virtuose, (...) spielt mit der Kunst des Geschichtenerzählens wie Architektenkinder mit Legosteinen."- Volltext -
(Extract)
"Der Entschluss des Reisenden, den Rückweg anzutreten, kommt mir nicht gerade gelegen. Ich hätte ihm ein wenig mehr Durchhaltevermögen zugetraut. Moralische Tiefs, körperliche Ausnahmesituationen meinetwegen; mit einem gewissen Maß an seelischer Beanspruchung musste von Anfang an gerechnet werden. Als Reaktion auf die erste unvorhergesehene Entwicklung das Handtuch zu werfen, halte ich jedoch für ein Zeichen psychischer Labilität...."



