Description
Interdisziplinäre Forschungsarbeit zum Verhältnis von medizinisch-biotechnologischen, theologisch-ethischen und alltagstheoretischen Perspektiven in unterrichtlichen Lehr-Lern-Prozessen. In welche Konzepte und Kategorien lassen sich Urteile von SchülerInnen über bioethische Fragen fassen? Gibt es Wirkungszusammenhänge zwischen Urteilsbildungsprozess und Lehr-Lern-Arrangement?Die Autorin reflektiert zunächst den exemplarischen Inhaltsgegenstand Pränataldiagnostik sowie wesentliche (bio-)ethische Ansätze. Es folgen lehr-lern-theoretische Befunde unter Berücksichtigung dialogisch-kooperativer bzw. monologisch-individueller Lernarrangements. Jeweilige religionspädagogische Implikationen werden resümiert. Vor diesem Hintergrund wird die qualitative Untersuchung konzipiert und ihr empirisches Design vorgestellt. Die mittels Grounded Theory vorgenommene Datenanalyse mündet in eine ausführliche Explikation der Ergebnisse, die anhand der Inhaltsbereiche 'Moralstatus von Embryonen' sowie 'Einstellung zu Behinderung' strukturiert wird. Weitere Ergebnisse betreffen Rezeption und Lernverhalten auf Seiten der Lernenden bzw. das Gesprächs- und Frageverhalten auf Seiten der Lehrkräfte. Die abschließende Diskussion gibt einen Ausblick auf zentrale didaktische Perspektiven bioethischen Lernens sowie auf forschungsmethodische Implikationen.
Prof. Dr. Monika E. Fuchs ist Professorin für Evangelische Theologie/Religionspädagogik an der Leibniz Universität Hannover.
Dr. Gottfried Adam ist emeritierter Professor für Religionspädagogik an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Bibelillustrationen und Kinderbibeln gehören zu seinen Forschungsschwerpunkten. Dr. Martin Rothgangel ist Professor für Religionspädagogik an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien.Prof. Dr. Dr. h.c. Rainer Lachmann lehrte Evangelische Theologie / Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts an der Universität Bamberg.



