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Description
Soul-Musik und »Black Power«-Solidarität, blonde »Afros« und schwarz-weiße Werbekampagnen: Afroamerikanisches hatte in verschiedenen Feldern der Gegen- und Popkultur der Bundesrepublik um 1968 Konjunktur. Diese Studie zeigt Formen und Hintergründe der »Afroamerikanophilie« auf und zeichnet damit ein ungewohntes Bild der Zeit um 1968, als ein zunehmend »exklusives« afroamerikanisches Selbstbewusstsein entstand und die »weiße« Suche nach imaginären Einlassstellen in die »schwarze« Welt zugleich eine neue Qualität gewann. Aus einer Vielzahl von Quellen werden dabei auch theoretische Fragen nach dem Zusammenspiel von Identifikation und Solidarität, Rassismus, Aneignung und Nachahmung entwickelt.
Moritz Ege (Prof. Dr.), geb. 1978, arbeitet am Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaften der Universität Zürich. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Stadtethnografie und Pop(ulär)kulturforschung. Er publiziert u.a. über Populismus und Protest, Elitenkritik, Afroamerikanophilie, Urbanität und Ethnisierung, Diskotheken in der DDR, und die Figur des »Prolls«.
»Ege gelingt es, in einem dichten [...] Text das Phänomen der Aneignung der Kultur in der bundesrepublikanischen Gesellschaft zugleich zu beschreiben wie auch kulturanalytisch zu durchdringen. Er zeigt dabei einen souveränen Umgang mit den diversen Strängen der Medien- und Diskurstheorie sowie der im Rahmen der 'cultural studies' entwickelten Theorien des Populären, flicht aber zugleich sein Quellenmaterial so in die Ausführungen ein, dass er sowohl seine Argumentation plausibilisieren wie den Leser zu unterhalten vermag.«
Sönke Friedreich, Zeitschrift für Volkskunde, 2 (2007) 20070801


