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Description
(Text)
In Staaten lebende Insekten (Ameisen und Termiten, soziale Bienen- und Wespenarten) gehören zu den heimlichen Herrschern unserer Erde. Sie spielen in nahezu jedem terrestrischen Ökosystem eine zentrale Rolle, sei es als Bestäuber von Blütenpflanzen, als Räuber kleiner Arthropoden oder indirekt als Pflanzen'fresser', zum Beispiel durch die Haltung von Blattläusen oder die Symbiose mit Pilzen. Ihr enormer evolutionärer Erfolg beruht auf ihrer Staatenbildung: Soziale Insekten leben in Gruppen, die sich durch eine gut funktionierende Arbeitsteilung zwischen reproduktiven und nicht reproduktiven Individuen auszeichnen. Durch Kommunikation und Selbstorganisation schaffen es soziale Insekten trotz ihrer Kleinheit, riesige, komplexe Nester, Straßen oder Brücken zu bauen oder ergiebige Ressourcen effektiv zu nutzen. Dadurch beeinflussten sie über Jahrmillionen die Natur wesentlich.Seit einigen Jahren häufen sich aber Negativnachrichten über soziale Insekten: Die Wildbienen sind bedroht und damit die Bestäubung nicht nur der Wildpflanzen, sondern auch unserer Kulturpflanzen. Ganze Honigbienenvölker sterben aus unbekannter Ursache aus. Im Mittelmeerraum breiten sich dagegen aus anderen Teilen der Welt eingeschleppte Ameisenarten mit großer Geschwindigkeit aus und verdrängen einheimische Arten. Die Gründe für diese Entwicklungen sind vielfältig, unter anderem spielen Klimaveränderung, die Intensivierung der Landnutzung und die fortschreitende Globalisierung von Flora und Fauna eine Rolle.Der Band enthält die überarbeiteten Vorträge und Diskussionen einer gleichnamigen Fachtagung im Frühjahr 2014, ergänzt mit einem Register der im Buch genannten Organismen und einem Schlagwortverzeichnis. Er gibt einen faszinierenden Einblick in die Welt sozialer Insekten - von der chemischen Kommunikation über Lernen und Gedächtnisbildung bis hin zur Pilzzucht bei Blattschneiderameisen - und erläutert die Ursachen und Konsequenzen der derzeitigen Veränderungen des Lebensraumes sozialer Insekten an einigen Beispielen. Das Buch richtet sich gleichermaßen an Fachleute wie an interessierte Laien.Organisatoren des Rundgesprächs: Prof. Dr. Jürgen HEINZE, Prof. Dr. Andreas BRESINSKMit Beiträgen von:Prof. Dr. Manfred AYASSE, Prof. Dr. Nico BLÜTHGEN, Prof. Dr. Sylvia CREMER, Prof. Dr. Susanne FOITZIK, Prof. Dr. Jürgen HEINZE, Prof. Dr. Judith KORB, Prof. Dr. Randolf MENZEL, Prof. Dr. Robin F. MORITZ, Prof. Dr. Flavio ROCES, Prof. Dr., Ingolf STEFFAN-DEWENTER, Priv.-Doz. Dr. Volker WITTE.
(Table of content)
Verzeichnis der Vortragenden und der Diskussionsteilnehmer am Rundgespräch 5-6Vorwort 7Begrüßung durch den Präsidenten der Bayerischen Akademie der Wissenschaften 9-10Begrüßung durch den Vorsitzenden der Kommission für Ökologie 11PDF Jürgen HEINZE: Einführung in das Rundgespräch 13-15PDF Manfred AYASSE: Chemische Kommunikation bei Hummeln 17-28Diskussion 29-30PDF Judith KORB: Sozialverhalten bei Termiten 31-37Diskussion 37-38PDF Susanne FOITZIK: Sklavenhaltung bei Ameisen 39-52Diskussion 51-52PDF Flavio ROCES: Unterirdische Landwirtschaft bei Blattschneiderameisen 53-62Diskussion 63-64PDF Sylvia CREMER: Soziale Immunität: Wie sich der Staat gegen Pathogene wehrt 65-72Diskussion 73-74PDF Randolf MENZEL: Wie Pestizide (Neonicotinoide) die Navigation, die Tanz-Kommunikation und das Lernverhalten von Bienen verändern 75-83Diskussion 84-85PDF Robin F. MORITZ: Die Ursachen des weltweiten Bienensterbens 87-94Diskussion 95-97PDF Nico BLÜTHGEN: Auswirkung der Landnutzung auf Bestäubernetzwerke 99-109Diskussion 110-112PDF Ingolf STEFFAN-DEWENTER: Der Einfluss von Klimawandel und Habitatverlust auf Bestäuber und ihre Funktionen 113-122Diskussion 123-124PDF Volker WITTE: Invasive Ameisen: Superkolonien - super Dominanz 125-134Diskussion 135-136Verzeichnis der Organismen(gruppen) 137-138Schlagwortverzeichnis 139-142



