Description
Vom ersten großen Erfolg, dem Werther, bis in die Gegenwart ist Goethe ein umstrittener Autor geblieben. Zunächst war er den Aufklärern ein Dorn im Auge, dann den Frommen, schließlich linken wie rechten Wortführern politisch engagierter Literatur. Aus alledem floß schon zu seinen Lebzeiten das Urteil zusammen, daß Goethe ein Wüstling, ein Höfling, ein undeutscher Diener des Zeitgeschmacks sei.
Das Spektrum der Kritiker, das dieser Band enthält, reicht von den Goethe-Zeitgenossen Lichtenberg, Novalis, Kleist, Heine, Varnhagen über Fontane, Thomas Mann, Martin Heidegger und Arno Schmidt bis zu Hans Blumenberg, Eckhard Henscheid und W. Daniel Wilson. Diese Namen repräsentieren nicht die Schmähkritik, sondern die ernsthafte Bemühung um kritische Aneignung dieses Autors, der es auch seinen Verehrern nicht immer leicht macht. Mit Beiträgen von Hendrik Birus, Konrad Feilchenfeldt, Hans-Edwin Friedrich, Wolfgang Frühwald, Günter Häntzschel, Sven Hanuschek, Walter Hettche, Ethel Matala de Mazza, Erich Meuthen, Gerhard Neumann, Clemens Pornschlegel, Hartmut Reinhardt
Karl Eibl, geboren 1940, war Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Sein Hauptarbeitsgebiet ist deutsche Literatur des 18. Jahrhunderts und der Goethezeit sowie der klassischen Moderne. Karl Eibl verstarb am 18.2.2014. Bernd Scheffer, geb. 1947, Professor für Neuere deutsche Literaturgeschichte und Medienwissenschaft an der Universität München.



