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Description
(Table of content)
Um die weiße Stadt 7
Auf Kap Arkona 18
Historisches in Bergen 25
Kosegarten im Vierfürstenland 35
Der Obsiegende ohne Kopf 47
Oh Land der dunklen Haine 57
Hinterm Koggenfriedhof 68
Heringe und Mönche 73
Leibeigen 80
Asta aus dem "Karusel" und andere 85
(Extract)
Um die weiße Stadt
Und wieder lebt die hohe Zeit der Sommerfarben auf Rügen, der größten deutschen Insel, die Harmonie aus strahlendblauen Kornblumen, aus kräftigem Scharlach des Mohns, aber auch der weißen Tupfen der Schaf-garbe. Und immer kämmt ein wechselnder Wind von See her grüne Wiesen, rapsgelbe Felder oder die Buchen- und Kiefernwälder. Eindrücke, welche fest unser Erinnern bewahrt: auch wir waren in unserem Leben und Erleben in Arkadien. Manchmal für Stunden, oft für Tage.
Die vorgeschichtliche Verbindung der Mönchguter Landstraße vom äußersten Südwesten her verläuft durch Vilmnitz. Dort wurde während der Christianisie-rung der von slawischen Stämmen bewohnten Insel ein Gotteshaus der Heiligen Maria Magdalena geweiht. Das Bauwerk musste auch für die siegreiche Macht des Christentums zeugen.
Um 1250 wurde zunächst der Chor aufgemauert, in welchem der Altar als Mittelpunkt der Liturgie stand. Später haben deshalb Heimathistoriker die Anfänge der Kirche zu Vylmenytzew (1249) auch zur ältesten Anlage auf Rügen erklärt. Dieses Gotteshaus (vollendet bis ins späte 15. Jahrhundert) war ein Ausgangspunkt für die Mission neuer Gebote und Lebensregeln. Auch die heutige Kanzel (1708/09) erinnert, von Moses getragen, an die Gesetzestafeln.
Wer den großen Chorraum betritt, ist überrascht von seiner Ausstattung aus Renaissance und Barock. Das mächtige Ostfenster lässt Licht auf die Epitaphien, einst farbenprächtig gefasst und vergoldet. Zwei Sarkophage (1730), bereits zu Lebzeiten der später Beigesetzten geschaffen, wurden erst 1834 von Ejörp in Dänemark nach Vilmnitz umgesetzt ...
Der Schlüssel für die herausragende Bedeutung der Dorfkirche ist das linke Wappenschild an der Südem-pore: ein halber Adler über einem geschachten Feld; das heraldische Zeichen des Hauses Putbus. Man vermutet hier einen Totenschild, der zum Gedenken einst im Chor hing.
Im Jahr 1351 versprach Johann Putbus testamentarisch der Vilmnitzer Kirche eine Schenkung für seine Bestat-tung. Obauch seine Vorfahren dort bereits beigesetzt worden waren ist unbekannt. Aber spätestens mit Jo-hann erhielt dieses Gotteshaus den Rang als Grablege der Familie.



