- ホーム
- > 洋書
- > ドイツ書
- > Social Sciences, Jurisprudence & Economy
- > Media & Communication
- > journalistics & press
Description
Die Europäische Union ist "kein Popcorn-Thema", so formuliert es EU-Korrespondent Thomas Gack - im Gegenteil handelt es sich um ein komplexes, oftmals technisches und wenig unterhaltsames Berichterstattungsfeld.
Doch in Brüssel getroffene Entscheidungen haben in Deutschland unmittelbare innenpolitische Auswirkungen, berühren direkt den Alltag der Menschen. Dies zu vermitteln, ist Aufgabe unter anderem der Regionalpresse, die in Deutschland mehr als zwei Drittel der Tageszeitungsauflage stellt.
Die Brüsseler Korrespondenten der deutschen Regionalzeitungen stehen im Zentrum dieser Studie:
Woher und auf welche Weise erhalten sie Informationen, nach welchen Kriterien wählen sie diese aus und bereiten sie auf?
Wie interagieren die Korrespondenten mit ihren Heimatredaktionen?
Inwieweit ist eine regionalisierte EU-Berichterstattung möglich beziehungsweise existent? Danksagung
Kurzzusammenfassung
Vorwort
I. Einführung
1. Untersuchungsgegenstand und Fragestellung
2. Überblick über die Struktur der Arbeit
II. Grundlagen
1. Regionalzeitungen
2. Korrespondentenplatz Brüssel
2.1. EU-Korrespondenz
2.1.1. Arbeitsbedingungen
2.2. Kommunikation der EU
III. Theoretische Überlegungen
1. Öffentlichkeit
1.1. Öffentlichkeit in Europa
1.1.1. Paneuropäische Öffentlichkeit
1.1.2. Transnationale Themenöff entlichkeiten
1.1.3. Europäisierte Öff entlichkeit
1.2. Regionale Öff entlichkeit und EU-Berichterstattung
2. Nachrichtenproduktion
2.1. Gatekeeping
2.2. Redaktionsorganisation
2.3. Nachrichtenwert-Theorie
2.4. Framing
2.5. Agenda-Setting
3. Verhältnis zwischen politischer Öff entlichkeitsarbeit und Journalismus
4. Forschungsfragen
IV. Untersuchung
1. Erhebungsmethoden und Instrumente
1.1. Operationalisierung: Entwicklung des Interviewgerüsts
2. Durchführung und Untersuchungsverlauf
3. Dokumentation und Transkription
4. Analyse
V. Ergebnisse
1. Deutsche Regionalzeitungskorrespondenten in Brüssel: ein Überblick
2. Inhalte der EU-Berichterstattung
2.1. Eigenschaften von Themen
2.1.1. Komplexität
2.1.2. Unterhaltungswert
2.1.3. Lesernähe
2.1.4. Regionaler Bezug
2.1.5. Aktualität
2.1.6. Konflikt
2.2. Aufbereitung von Themen
2.2.1. Verständlichkeit
2.2.2. Anschaulichkeit
2.2.3. Sinnlichkeit
2.2.4. Einordnung
2.2.5. Herunterbrechen
2.2.6. Personalisierung
2.2.7. Vorausgesetztes Vorwissen
2.3. Inhaltsbezogene Einflüsse auf Themenauswahl und -aufbereitung
2.3.1. Angenommene Leserinteressen
2.3.2. Eigene Interessen des Korrespondenten
2.3.3. Agenda
2.3.4. Themensensibilität
2.3.5. Perspektive
2.3.6. Redaktionelle Präferenzen
2.3.7. Vorurteile
2.3.8. EU-Bild der Leser
3. Redaktioneller Entstehungszusammenhang
3.1. Organisatorische Anbindung der Korrespondenten
3.1.1. Ressortzuordnung
3.1.2. Ansprechpartner in der Heimatredaktion
3.2. Interaktion von Korrespondent und Redaktion
3.2.1. Themenauswahl
3.2.2. Erklärungsbedarf
3.2.3. Überzeugungsarbeit
3.2.4. Redaktionelle Entscheidungen
3.2.5. Vertrauen
3.2.6. Regionale Aufbereitung von EU-Themen
3.3. Redaktionelle Grenzen der EU-Berichterstattung
3.3.1. Redaktioneller Platz
3.3.2. Redaktionsschluss
3.3.3. Stellenwert der EU-Berichterstattung in der Redaktion
4. Informationsquellen
4.1. Informationsbeschaffung der Korrespondenten
4.2. Eigenschaften der Informationsquellen
4.2.1. Nationalität
4.2.2. Bedeutsamkeit
4.2.3. Zugänglichkeit
4.2.4. Interessenfärbung
4.3. Die Kommunikation der EU-Kommission
4.3.1. Qualität
4.3.2. Zugänglichkeit
4.3.3. Behandlung von Regionalzeitungen
4.4. Exkurs: Informationsquellen der Heimatredaktionen
5. Arbeitsbedingungen
5.1. Größe des Zeitungspools und des Korrespondentenbüros
5.2. Informationsmenge
5.3. Informationszugang und -bewertung
5.4. Hintergrundinformationen und Quellenschutz
VI. Fazit
VII. Bibliographie
VIII. Liste der Interviews
IX. Interviewleitfaden
Mögliche Fragen zu Arbeitsweisen
Mögliche Fragen zu Informationsquellen
X. Kurzbiografi en der befragten Korrespondenten
Über die Autorin Deike Schmidt hat in Dortmund und Brüssel Journalistik und Politik studiert. Zuvor absolvierte sie ein Tageszeitungsvolontariat und arbeitete als Lokalredakteurin beim General-Anzeiger, Rhauderfehn. Als freie Journalistin war sie unter anderem für den Landesdienst Nordrhein-Westfalen der Deutschen Presse-Agentur tätig. Seit Anfang 2007 berichtet sie für Agence France-Presse als Norddeutschland-Korrespondentin aus Hamburg. Regionale und lokale Tageszeitungen verfügen in Deutschland nach wie vor über eine hohe Reichweite; die in ihnen veröff entlichten Nachrichten und Informationen werden somit von vielen Menschen wahrgenommen. Berichte über die Europäische Union, z. B. vom Nachrichtenplatz Brüssel, beschreiben häufi g Entwicklungen, die die Bürgerinnen und Bürger direkt angehen und von denen sie mehr oder minder stark betroff en sein werden. Daher kommt den Korrespondenten in Brüssel eine Schlüsselrolle bei der Information über EU-Themen zu.
Deike Schmidt legt mit ihrer Arbeit eine fokussierte Analyse der Arbeitsbedingungen und -routinen der deutschen Korrespondenten in Brüssel vor, die für regionale Tageszeitungen arbeiten. Hierfür hat sie mittels ausführlicher Leitfadeninterviews detailliert Einblicke in die Arbeitsabläufe erhalten und auch die Beziehung zwischen Brüsseler Korrespondenten und ihren Heimatredaktionen untersucht. Da eine derart tiefgehende und breit angelegte wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der EU-Berichterstattung deutscher Regionalzeitungen und die damit verbundene Infrastruktur bisher nicht vorliegt, schließt Deike Schmidts Studie eine Forschungslücke.
Dortmund, im Mai 2008
Roland Schröder & Oliver Hahn
Herausgeber der Reihe



