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Description
Wie wird sich der Mensch als biologisches Lebewesen in den nächsten Jahrzehnten und Jahrhunderten verändern? Mit dieser Frage setzen sich nicht nur Naturwissenschaften und Philosophie auseinander, sondern ebenso die Literatur am Beginn des 21. Jahrhunderts. Romane wie Juli Zehs Corpus Delicti (2009), Kaspar Colling Nielsens Den Danske Borgerkrig 2018-2024 (2013) sowie Margaret Atwoods Trilogie Oryx and Crake, The Year of the Flood und MaddAddam (2003-2013) greifen Diskurse über die Zukunft des Menschen auf und entwickeln eigenständige Szenarien dazu. Thematisiert wird dies in den Romanen durch die Darstellung biomedizinischer Eingriffe, die Alterungsprozesse verlangsamen, Mensch-Tier-Hybride erzeugen und rigidere Gesundheitsdefinitionen hervorbringen. Die Studie bezieht außerdem mit Aldous Huxleys Brave New World (1932) einen zentralen Vorgänger der aktuellen Werke mit ein. Philosophische Ansätze zum Posthumanismus sowie die literaturwissenschaftliche "Poetologie des Wissens" dienen als theoretischer und methodologischer Hintergrund für die Analyse. Die vorliegende Studie untersucht somit, wie in den genannten Romanen zukünftige Menschenbilder entworfen und das Verhältnis von Natürlichkeit und Künstlichkeit, von Mensch und Tier und die Konstruktion von Selbstbildern neu verhandelt werden. DanksagungEinleitung1. Theoretische und methodologische Grundlagen1.1 Zur Funktion von Literatur im Diskurs um die Zukunft1.1.1 Utopie, Dystopie und Science Fiction - Genrezuweisungen als Ausgangspunkt1.1.2 Literatur als Intervention im Zukunftsdiskurs1.2 Literatur und Wissen(schaft) - Anregungen aus der "Poetologie des Wissens"1.3 Posthumanismus als theoretische Grundlage der Analyse1.3.1 Zur Genealogie des kritischen Posthumanismus1.3.2 "Posthumanistische Lektüre" - Posthumanistische Theorien in der Literaturwissenschaft1.3.3 Drei posthumanistische Forschungsfragen für die Analyse2. Aldous Huxleys Roman Brave New World als Vorläufertext2.1 Erzeugung von "Wissenschaftlichkeit" und Distanzierung von dieser als Charakteristika der Textgestaltung2.2 Die Problematisierung des Individuums in Brave New World2.3 Brave New World im Kontext zeitgenössischer Diskurse zur Eugenik und zu idealen Staatformen2.4 Fazit - Die Bewertung der 'technischen Reproduzierbarkeit des Menschen' in Brave New World3. Gesundheit, Körperlichkeit und Natürlichkeit in der Krise in Juli Zehs Corpus Delicti3.1 Kontexte: juristische und rechtsethische Debatten um Corpus Delicti und in nichtfiktionalen Texten Juli Zehs3.2 Die Grundzüge der textuellen Inszenierung3.2.1 Dramatische Strukturen im Roman Corpus Delicti3.2.2 Die Erzählstimme als Manipulator und Zeitmarkierer3.3 Der Krisenzustand des menschlichen Körpers und Selbstverständnisses3.4 Fazit - Das Paradoxon vom "mittelalterlichen" Menschen als Zukunftsvision4. Das ewige Leben als Hundeleben in Nielsens Den Danske Borgerkrig 2018-20244.1 Entwürfe zur Gerontokratie in Philosophie, Soziologie und Literatur4.2 Die Krise der Erzählinstanz in Den Danske Borgerkrig 2018-20244.2.1 Erinnern und Vergessen als 475-Jähriger4.2.2 Der Status der Zwischenerzählungen4.3 Das "Hundeleben" als neues menschliches Erleben4.4 Fazit - Stasis der menschlichen Entwicklung?5. Die Rückwendung zum Tier in Atwoods MaddAddam-Trilogie5.1 Kontexte: "speculative fiction" und Bioethik5.2 Die Konfrontation mit den Grenzen des menschlichen Körpers und mit posthumanen Wesen5.3 Erzählen als Innovationsmoment in der Annäherung an das Posthumane5.3.1 Der "letzte Mensch" erzählt in Oryx and Crake5.3.2 Erzählen als Erbe des Menschen5.4 Fazit - Die Selbstvergewisserung des Menschen durch das ErzählenConclusioLiteraturverzeichnis



