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Description
In Rainer Maria Rilkes frühem Gedicht "Im Traume malte ich ein Triptychon" (aus dem Band Dir zur Feier) steht das lyrische Ich vor einem imaginären Gemälde, in dessen Mitte es die Geliebte auf einem "Mutterthron" platziert. Es stellt daraufhin entzückt fest: "Ich stand in Staunen", und dann:"Die Erinnerung,daß ich der Meister bin, der so dich malte,bleibt nach dem Traum und macht den Mut mir jung."Die künstlerische Gestaltung der Frau, ihre bewusst eingerichtete Darstellung, ist ein wiederkehrendes, jedoch stets variiertes Element in Rilkes frühen Texten. Ivo Theele geht in der vorliegenden Untersuchung erstmals systematisch der inszenierten Weiblichkeit in Rilkes Frühwerk nach. Diese befindet sich in einem Spannungsfeld von um die Jahrhundertwende weit verbreiteten, in diskursive Muster eingebundenen und ästhetisch überraschend eigenständigen Darstellungsformen. Die Frage nach der produktiven Instanz der Inszenierung spielt dabei ebenso eine Rolle wie die Anbindung zur sozialen Lebensrealität der Frau um 1900. 1 Einleitung1.1 Gegenstand und Fragestellung der Arbeit1.2 Forschungsstand1.3 Aufbau1.4 Methodik1.5 Primärtexte2 Weiblichkeit in Rilkes früher Lyrik2.1 "[E]s bebt ihr Händchen, elfenschlank" - Das Phantasma der 'femme fragile'/'femme enfant' als Jugendstil-Element in Traumgekrönt2.2 Rollenlyrische Inszenierung: Von den Mädchenfiguren zur 'großen Liebenden'2.2.1 "Mein Schicksal singst du viel zu früh" - Mädchenfiguren in den "Mädchen-Gestalten"2.2.2 "Wir wissen nicht: Was ist das, Sturm?" - Mädchenfiguren in "Lieder der Mädchen"Exkurs I: Maria - Die Mutter Jesu als Projektionsfigur2.2.3 "[O]h, laß uns beide / wund von demselben Wunder sein!" - Mädchenfiguren in "Gebete der Mädchen zur Maria"2.2.4 "Ich könnte auch noch die Sterne / fassen in mir" - Der Übergang zur Figur der 'großen Liebenden'Exkurs II: Der Mythos Mutterschaft um 19002.3 "Im Traume malte ich ein Triptychon" - Das Phantasma der Frau als Dreiheit in Dir zur Feier: Madonna, Mutter und Geliebte3 Weiblichkeit in Rilkes Erzählungen, Prosafragmenten und Skizzen3.1 "[A]ls webten diese Blicke ein unsichtbares Band um mich" - Verdrängte Sexualität und der Typus der erotisch-dämonischen slawischen Frau3.2 "[E]in Leben schenken ? opfern..." - Die abwesende Frau als Muse3.3 "So wankte sie fort in die heulende, lichtlose Herbstnacht." - Das Motiv der 'femme abandonnée'3.4 "Und sie sehen sich mit fremdem Entsetzen in die toten Augen" - Die ambivalente Mutterfigur3.5 "[A]ls ginge von dieser Gestalt ein Moderduft aus, so kalt, so schrecklich." - Die motivische Konstellation der 'femme fantôme'4 Weiblichkeit in Rilkes dramatischen Dichtungen4.1 Variationen der Mutterfigur4.1.1 "Ich habe eine höhere Pflicht." - Die sich aufopfernde Mutter im Einakter Höhenluft4.1.2 "Noch einen Löffel. Auf die Genesung." - Die Rolle der sozialen Mutter im Drama Jetzt und in der Stunde unseres Absterbens.4.1.3 "Und die Tür, die zu deinem Zimmer führt, bleibt offen die Nacht!" - Die 'Gegen-Mutter' im Drama Im Frühfrost. Ein Stück Dämmerung4.2 "Das Ding ist schon noch was wert!" - Die Frau als 'Dirne' wider Willen im Drama Im Frühfrost. Ein Stück Dämmerung und in der Szene Jetzt und in der Stunde unseres Absterbens.4.3 "Man stirbt dann entweder [...] oder - man überstehts." - Das Motiv der 'femme abandonnée' im Drama Im Frühfrost. Ein Stück Dämmerung und im Einakter Höhenluft4.4 "Mit dem Maße des Kunstwerks tratest du an mich heran und vollendetest mich, uns..." - Die abwesende Frau als Muse im Drama Das tägliche Leben4.5 "Aber so hör doch: Jemand sucht die Tür." - Die motivische Konstellation der 'femme fantôme' im Drama Ohne Gegenwart5 Resümee6 Siglenverzeichnis6.1 Werk- und Briefausgaben6.2 Primärtexte6.3 Forschungsliteratur7 Literaturverzeichnis7.1 Primärliteratur7.1.1 Rilke-Werkausgaben7.1.2 Rilke-Briefausgaben und Tagebücher7.1.3 Sonstige Primärliteratur7.2 Sekundärliteratur7.2.1 Forschungsliteratur zu Rilke7.2.2 Sonstige Forschungsliteratur7.2.3 Artikel in Tageszeitungen



