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Description
Dieses Buch befasst sich mit den deutschen Zeitungen des letzten Drittels des 17. Jahrhunderts. Die frühesten periodischen Zeitungen in Deutschland gehen auf das Jahr 1609 zurück, so dass 60 bis 80 Jahre später von einer etablierten Tradition gesprochen werden kann: Es haben sich routinierte redaktionelle Muster und ein festgelegtes Erscheinungsbild der gesamten Zeitung geprägt, die sich bis ins 18. Jahrhundert hinein, als die ersten Zeitschriften erschienen, nur wenig geändert haben. Diese Untersuchung bietet einen Überblick über die bereits erstaunlich einheitliche deutsche Sprache jener Zeit. Besondere Berücksichtigung finden Textgestaltung und Äußerungspragmatische Aspekte: Welche Äußerungsstrategien wurden von den damaligen Zeitungsredakteuren angewendet, um Nachrichten objektiv zu übermitteln, subjektiv zu kommentieren, für den Leser zugänglich zu machen? Wie wird die Zensur umgangen? Wie werden die Leser beeinflusst? Wie differenzieren sich allmählich die Funktionen der Herausgeber, Journalisten und Korrespondenten im Nachrichtenwesen? Wie schlägt sich das sich etablierende Berufsethos der Zeitungsmacher auf die Sprache nieder? All diesen Fragen wird im Laufe der vorliegenden Untersuchung nachgegangen. Besonders in der Syntax ließen sich erstaunlich effiziente Anpassungen der Strukturen und rhetorischen Muster an die Sprachsituation in den Zeitungen feststellen, die auch Rückschlüsse auf die Sprachentwicklung im Allgemeinen erlauben. Vorwort1 Einleitung1.1 Das Korpus1.2 Forschungsstand1.3 Ziel der vorliegenden Untersuchung1.4 Untersuchungsmethode1.5 Zur verwendeten Terminologie in der Beschreibung der Polyphonie2 Struktureinheiten der Zeitungen2.1 Identifikatoren, allgemeine Initiatoren und Terminatoren der Zeitung2.1.1 Der Titel2.1.2 Die Illustrationen2.1.3 Die Seriennummer und das Datum2.1.4 Der Erscheinungsort2.1.5 Die Terminatoren der Zeitung2.2 Formale und strukturelle Gestaltung des Textkörpers2.2.1 Die Korrespondenzen2.2.1.1 Allgemeine formale Gestaltung2.2.1.2 Der Kopf der Korrespondenzen2.2.1.3 Das Postskriptum2.2.1.4 Entwicklungen in der allgemeinen formalen Gestaltung2.2.2 Die Dokumente2.3 Untergeordnete Textteile in den Textexemplaren des Textkörpers2.3.1 Teiltexte und Makrostrukturen2.3.1.1 Die Absätze2.3.1.2 Die Unterabsätze2.3.2 Die syntaktischen Untergliederungen2.3.2.1 Repräsentationstyp und Interpungierung2.3.2.2 Sätze und Perioden2.3.3 Die rhythmischen Untergliederungen3 Die Äußerungsstruktur der Zeitungen3.1 Sprachliche Kennzeichnung des Matrixäußerungsrahmens des Herausgebers3.1.1 Explizite Zeichen der Herausgeber-Leser-Kommunikation: die direkten Verweise auf die Kommunikationsteilnehmer 'Ich' und 'Du'3.1.1.1 Die besondere kommunikative Struktur in AM3.1.1.1.1 Sprachliche Zeichen zur Bezeichnung des 'Du'3.1.1.1.2 Makrostrukturelle Zeichen3.1.1.1.3 Mehrdeutigkeit des indefiniten Pronomens "man"3.1.1.2 Die kommunikative Struktur in TKC3.1.1.2.1 Makrostrukturelle Zeichen3.1.1.2.2 Sprachliche Zeichen zur Bezeichnung des 'Du'3.1.1.3 Die kommunikative Struktur in NM3.1.1.3.1 Sprachliche Zeichen zur Bezeichnung des 'Du'3.1.1.3.2 Der Trick mit den fiktiven Korrespondenzen3.1.1.3.3 Direkte Kommunikation in Teiltexten mit besonderer Funktion: Neujahrswünsche.3.1.2 Präsenz des Herausgebers in markierten Äußerungstypen3.1.2.1 Hervortreten des Herausgebers in Ausrufesätzen3.1.2.2 Hervortreten des Herausgebers in Fragesätzen3.1.3 Direkte Kommunikation in mit Klammern oder Koordination markierten Parenthesen3.1.3.1 Erklärende Funktion der mit Klammern markierten polyphonen Einheiten3.1.3.2 Erklärende Funktion der mit "und" bzw. "oder" koordinierten Parenthesen3.1.3.3 Subjektive Kommentare und Leserbeeinflussung in mit Klammern markierten Parenthesen3.1.4 Spuren indirekter Kommunikation zwischen Herausgeber und Leser3.1.4.1 Der Sprecher des Matrixäußerungsrahmens als implizites Agens von Substantiven auf -ung3.1.4.2 Weitere implizite Verweise auf den Sprecher3.1.4.3 Der Herausgeber als impliziter Textgestalter3.1.4.3.1 Herstellung einer ausgabenübergreifende Kohärenz durch den Herausgeber: Weiterverfolgung von Nachrichten3.1.4.3.2 Herstellung einer Kohärenz zwischen den Korrespondenzen einer Ausgabe durch den Herausgeber zur Bekräftigung einer Nachricht3.1.4.3.3 Beeinflussung des Lesers durch Anordnung der Korrespondenzen: Häufung und Aufmachung3.1.4.4 Einwirken des Herausgebers durch die redaktionelle Linie der Zeitung3.1.4.4.1 Normalisierung der deutschen Schriftsprache3.1.4.4.2 Position des Herausgebers in der Debatte um den sprachlichen Patriotismus3.1.4.4.3 Interferenz aus den Dialekten3.2 Sprachliche Kennzeichnung des Äußerungsrahmens des Korrespondenten3.2.1 Die Äußerungsstruktur in den Korrespondenzen3.2.1.1 Syntaktische Markierung der Redewiedergabe.3.2.1.2 Redewiedergabe ohne Markierung: Freie indirekte Rede oder Übergang in den Äußerungsrahmen des Informanten?3.2.1.3 Modusmarkierung der Redewiedergabe3.2.1.3.1 Distribution der Konjunktivformen zur Markierung indirekter Redewiedergabe3.2.1.3.2 Komplementäre Markierung der indirekten Redewiedergabe3.2.1.3.3 Graduierung der Distanzierung durch Wahl des Konjunktivs zur Markierung der indirekten Redewiedergabe3.2.2 Sprachliche Zeichen die auf den Korrespondenten als Sprecher hindeuten3.2.2.1 Zeichen der Entpersönlichung3.2.2.1.1 Passivkonstruktionen3.2.2.1.2 Mittelkonstruktionen (Medium)3.2.2.2 Sprachliche Zeichen, die auf



