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Description
Die Literatur im digitalen Raum wurde in den 1990er Jahren zum Angelpunkt zahlreiche medien- und literaturwissenschaftlicher Debatten. Die Schlagworte, um die diese Debatten rotierten, wurden auf wissenschaftlichen Symposien und Kunstfestivals häufig strapaziert und sind bis heute präsent. Das multimediale Gesamtkunstwerk schien mithilfe der schier unerschöpflichen Möglichkeiten Neuer Medien in greifbare Nähe gerückt zu sein. Die Überwindung der Linearität der Buchkultur wurde euphorisch gefeiert. Die Pioniere der Hyperkultur blenden verschiedene Diskursflächen übereinander, kontaminieren akademisches Vokabular mit der Rhetorik des Manifests. Diese Rhetorik des Aufbruchs kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die digitale Literatur in Traditionen verankert ist und insbesondere auf Positionen der Avantgarden zurückgreift.Der vorliegende Band geht der Frage nach, inwiefern Projekte der Avantgarden im digitalen Raum fortgeschrieben werden. Diese Fortschreibung findet auf zwei Ebenen statt: Zum einen adaptiert die digitale Literatur Verfahren der Avantgarden. Darüber hinaus pflanzen sich im digitalen Raum aber auch ästhetische Fragestellungen fort, die diesen Verfahren zugrunde liegen. Die Avantgarden sind mit ihrer Erneuerung des künstlerischen Ausdrucks der Suche nach unmittelbaren Dimensionen des Wahrnehmens, Denkens und Erlebens verpflichtet. Ziel der avantgardistischen Kunstrevolution ist die Befreiung der Phänomene aus den von der Repräsentation vorgegebenen Rastern. Unter veränderten Vorzeichen tauchen diese Denkfiguren des Unmittelbaren in der Literatur im digitalen Raum auf. Am Beispiel der Linearitätsdebatte, der Ästhetik des Zufalls und der Poetik des Raums sollen Verflechtungen der Avantgarden und der digitalen Ästhetik sichtbar gemacht werden. Vorwort1. Standorte digitaler Literatur1.1 Das begriffliche Feld1.2 Textarchitekturen1.2.1 Hypertext1.2.1.1 Hypertextpioniere1.2.1.2 Narratologische Konzepte des literarischen Hypertextes1.2.1.2.1 Das Problem der Simultaneität1.2.1.2.2 Die Revision klassischer Erzählkonzepte1.2.1.2.3 Hypertext als topologische Schreibpraxis1.2.2 Poetik der Verknüpfung: Der Link1.3 Neue Positionen von Autor und Leser1.4 Digitale Ästhetik: Perspektiven einer literaturwissenschaftlichen Öffnung2. Zur Erweiterung der poetischen Sprache im digitalen Raum2.1 Interaktivität2.2 Intermedialität2.2.1 Literarische Verfahren intermedial: Ein BeispielExkurs: Die Visualisierung der (literarischen) Kommunikation2.3 Die Kinetisierung des Textes2.3.1 Die Kinetisierung Konkreter Poesie2.3.2 Poesie der Bewegung2.3.2.1 Kunst der Sinne2.3.2.2 Poesie als Dekonstruktion3. Das Erbe der Avantgarde3.1 Die Linearitätsdebatte3.1.1 Zum Begriff der Linearität3.1.2 Der Aufbruch der Linearität3.2 Die Ästhetik des Zufalls3.2.1 Produktionsmythen I: Die Restitution des Authentischen3.2.2 Produktionsmythen II: Die Textmaschine3.3 Poetik des Raums3.3.1 Die Schrift als phonographisches Medium3.3.1.1 Die Schrift als Medium der Transparenz3.3.1.2 Lautdichtung: Über den Wert der Stimme3.3.1.2.1 Sprachkritik als poetologischer Diskurs3.3.1.2.2 Die Befreiung der Träume3.3.1.2.3 Mythen präkultureller Authentizität3.3.1.3 Optophonetik: Die Textur als Partitur3.3.2 Syntax der Fläche3.3.3 Digitale Schreibräume3.3.3.1 Digitale Literatur als Raumkunst3.3.3.2 Der Text als Karte3.3.3.3 Der Text im dreidimensionalen Raum3.3.4 Raummetaphorik in der Linearitätsdebatte4. Konzepte authentischer Vermittlung4.1 Die Mimikry mentaler Prozesse4.2 Produktion versus Repräsentation4.3 Kunst der Sinne versus Kunst des SinnsQuellenverzeichnisBibliographieWebliographieBildnachweis



