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Description
Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Kritiker in den Niederlanden und in Flandern nicht gewillt, der deutschsprachigen Literatur aus Österreich das Ansehen, das sie im niederländischen Sprachraum in der Zwischenkriegszeit hatte, ohne Wenn und Aber zurückzugeben. Nach 1945 stand neben dem ästhetischen Können der Autoren auch und (sehr oft) nur ihre Haltung zu den nationalsozialistischen Machthabern im Mittelpunkt der Kritik. Nur jene Autoren aus Österreich, die dem Nazi-Regime zum Opfer gefallen waren, Widerstand geleistet oder erst nach dem Zweiten Weltkrieg zu schreiben begonnen hatten und sich mit der sozialpolitischen Entwicklung im eigenen Land kritisch auseinander setzten, konnten mit der Sympathie der niederländischen und flämischen Kritiker rechnen.Mit seiner Analyse zahlreicher Rezensionen, Interviews, Briefe und Tagebucheintragungen legt der Autor den ersten Grundstein für ein schön längst fälliges Projekt: eine "bilaterale" Literaturgeschichte, in der die Erkenntnisse der Rezeptionsgeschichte mit denen der Sozial- und Gesellschaftsgeschichte und der Geschichte der literarischen Formen, Stile, Motive, Inhalte und Darstellungstechniken verbunden werden. VorwortEinleitungDer Leser im MittelpunktIn der Beschränkung zeigt sich der Meister - Zeit, Ort und VorarbeitenDie QuellenHier gibt es mehr Übersetzer als Heuschrecken in ÄgyptenRezeptionsdokumenteEine neue LiteraturgeschichteTeil 1Kapitel I: Die VorgeschichteSchützenhilfe aus dem AuslandDie Österreicher kommenDer Erotomane Arthur SchnitzlerLiterarische HorizonterweiterungBewegte ZeitenVestdijkHet Duitsche BoekExilverlageKapitel II: Die Schöne und das BöseMisstrauen und HoffnungZwischen Tradition und ErneuerungEin österreichischer Schriftsteller - Joseph RothDer "ahasverische Gottessuchende" - Franz WerfelDer "Humanist mit guten Absichten" - Stefan ZweigDer "Archivar der Welt" - Robert MusilSchriftsteller untereinanderNeu entdecktUnglückliche ÜbersetzungstraditionDer "Mann" auf NiederländischNachwehenDirekt aus dem Mittelalter - Hermann BrochDer "literarische Alleskönner" - Elias CanettiEin moderner ElckerlycMasse und MachtCanetti auf der BühneNobelpreisLokalkolorit als RezeptionshürdeKapitel IIIDie Zeitlosen - Rilke und KafkaLeser versus KritikerDie ersten ÜbersetzungenEine wechselhafte Beziehung - Vestdijk und RilkeRilke als InspirationsquelleIllegalität und EntmythologisierungEin wichtiger Fürsprecher: F.W. van HeerikhuisenDer absolute TiefpunktRilke ist wieder inRilke als intellektuelle HerausforderungDas Erbe Max BrodsVestdijk versus MarsmanAnhaltender WiderstandUyttersprot schaltet sich einLitterair PaspoortFranz Kafka im historischen KontextKarussell des GedenkensDie Reduktion auf ein AdjektivKafka und die niederländische LiteraturDie ÜbersetzungenKleine ZugabeKapitel IV Das unschlagbare Duo Handke - Bernhard Frühe AnerkennungDer selbsternannte ProphetAuf der BühneHandke und die niederländische Literatur"Endlich wieder eine heftige Polemik in der Literatur"Der Waldheim-KomplexDer WortkünstlerDer Biografie-StreitDer SpaghettidreherLiterarischer OrientierungspunktDie LiteraturkritikPost mortemKapitel V: Höhepunkt ohne Folgen Europalia-LiteraturpreisIngeborg BachmannMarlen HaushoferDie weibliche BernhardGeschlagene Kinder und Nebeldünste aus dem FriedhofSchreibender EremitNoble ZurückhaltungDie letzte WeltFazitBibliographieRegister zur BibliographiePersonenregisterTeil 2 Bibliographie der niederländischen Übersetzungen deutschsprachiger Literatur aus Österreich 1945-1995Einleitende AnmerkungenBibliographische AngabenRegisterVerzeichnis der ÜbersetzerVerzeichnis der IllustratorenVerzeichnis der Verfasser von Vor- und Nachworten, Einführungen, etc.



