Description
(Text)
Nicht nur die Beziehungen zwischen Großbritannien und den Staaten Europas, sondern auch zwischen London und seinen Kolonien waren zwischen 1945 und 1975 fundamentalen Veränderungen unterworfen. In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, wie sich die im Zuge der Dekolonisation wandelnden Beziehungen zwischen Großbritannien und seinen (ehemaligen) Kolonien auf die britische Europapolitik auswirkten. Im Zentrum der Analyse stehen die Beitrittsgesuche Großbritanniens zur EWG und die dabei geplanten Arrangements für die britischen Kolonien und die Entwicklungsländer im Commonwealth. Auf der Grundlage umfangreichen Quellenmaterials rekonstruiert die Studie, wie die Politik Londons gegenüber seinen Kolonien und den Commonwealth-Ländern in Afrika, Asien und in der Karibik die britische Europapolitik beeinflusste. Der hier herausgearbeitete Zusammenhang zwischen Kolonial- bzw. Commonwealth-Politik und Europapolitik eröffnet neue Perspektiven auf das Verhältnis Großbritanniens zur EWG undverdeutlicht, dass die europäische Integration immer auch ein globalpolitisches Projekt war.
(Table of content)
Vorwort 7
Einleitung 8
I. Die britische Europapolitik nach dem Zweiten Weltkrieg 24
1. Ein distanziertes Verhältnis 25
2. Die Distanz wahren 36
3. Zwischenfazit 41
II. Großbritannien und die Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft 43
1. Eine neue Herausforderung 45
2. Die Schaffung von Eurafrika 55
3. London in der Sackgasse 65
4. Zwischenfazit 72
III. Die Entscheidung für eine Mitgliedschaft in der EWG 75
1. Auf der Suche nach einer neuen Politik 77
2. Erkenntnisse und Überlegungen 83
3. Das Beitrittsgesuch wird Realität 89
4. Letzte Schritte vor dem Start 95
5. Zwischenfazit 99
IV. Die Verhandlungen über eine Mitgliedschaft in der EWG 102
1. Ein zäher Beginn 104
2. Mit langsamen Schritten voran 116
3. Unterschiedliche Ansichten 133
4. Scheitern trotz Fortschritten 143
5. Zwischenfazit 156
V. Die Verhandlungen zwischen dem afrikanischen Commonwealth und der EWG 160
1. Eine Frage der Souveränität 161
2. Die Verlockungen des Marktes 167
3. Neue Prioritäten? 174
4. Eine Frage der Präferenzen 179
5. Der Beginn eines Trends? 185
6. Der schwierige Nachzügler 195
7. Zwischenfazit 202
VI. Das zweite Beitrittsgesuch zur EWG 205
1. Ein vorsichtiges Herantasten 206
2. Eine Frage der Perspektive 215
3. Ein zweiter Versuch 220
4. Sorge und Kritik 230
5. Ende vor dem Beginn 234
6. Zwischenfazit 238
VII. Der Beitritt Großbritanniens zur EWG 242
1. Auf dem Weg nach Europa 243
2. Die Definition der terms of entry 251
3. Zwischen Hoffen und Bangen 266
4. Zwischenfazit 270
VIII. Die Verhandlungen über das Lomé-Abkommen 274
1. Skepsis und Werbung 275
2. Problematische Präferenzen 283
3. Vom zähen Beginn in die Krise 291
4. Von der Krise zum Erfolg 307
5. Zwischenfazit 314
Fazit 318
Quellen- und Literaturverzeichnis 337
(Author portrait)
Ferdinand Leikam studierte Neuere und Neueste Geschichte in München. Seit seiner Promotion bei Professor Martin H. Geyer an der Ludwig-Maximilians-Universität in München ist er im Bereich der historisch-politischen Bildungsarbeit tätig.



