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Description
(Text)
Die Bar-des-Amis in Algier ist Treffpunkt für eine fröhlich-traurige Truppe: ein Schriftsteller, ein ehemaliger Widerstandskämpfer, ein Verliebter, Doc Tarik und andere. Umnebelt vom Tabakrauch und angeregt von zahlreichen Getränken kursieren die unglaublichsten Geschichten, in denen Algerien neu erfunden wird. Die nackte Realität würde sowieso niemand glauben, so unwahrscheinlich wie sie klingt.
(Review)
"Wo andere algerische Autoren den durchlebten Schrecken frontal zu fixieren versuchen und dann manchmal verstummen, hält Sansal mit seinem abgründigen Witz die Geschichte in Bewegung. Und wo ginge das besser als im Kreis der Zech-, Prahl- und Erzählbrüder von der Bar-des-Amis? Träumer, Verschwörer, Versager, vorübergehend auch die frisch von der Moskauer Patrice-Lumumba-Universität heimkehrenden Intellektuellen, schließlich wieder Müßiggänger und Verlierer lösen einander dort ab, vereint in der 'Lust an der Leere und der gleichen Leidenschaft fürs Unglück'. Wie das Bier nach dem terroristischen Interregnum sprudeln auch die Geschichten."(Joseph Hanimann, Frankfurter Allgemeine Zeitung)
(Extract)
"Und während wir warten, drehen wir uns im Kreis, und manchmal packt uns das Fieber. Oder schwärzeste Verzweiflung. Man wird kaum überrascht sein, daß diese grässliche Geschichte, Dis-moi le paradis, brühwarm aus der Bar, in gewisser Weise weder Hand noch Fuß hat. Und natürlich wird es schwerfallen, sie zu lesen, denn fiele es nicht schwer, was würde das bedeuten? Daß alles zum besten steht in dieser besten aller Welten, aber das ist nicht der Fall."
(Author portrait)
Boualem Sansal, Jg. 1948, ist einer der bekanntesten zeitgenössischen Autoren Nordafrikas. Er begann seine literarische Laufbahn 1999 mit dem Roman "Der Schwur der Barbaren", der mit allen relevanten Literaturpreisen Frankreichs ausgezeichnet wurde. Bis zu seiner Entlassung im Jahr 2003 war Boualem Sansal Direktor des algerischen Industrieministeriums. Spätestens seit der Veröffentlichung seines Essays "Postlagernd: Algier" gilt er in seiner Heimat als persona non grata. Dennoch lebt er weiterhin in Algerien. Boualem Sansal erhält 2011 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.



