»Komm, wir gehen ins Kino!« : Das Kino als soziale und öffentliche Rezeptionssituation

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»Komm, wir gehen ins Kino!« : Das Kino als soziale und öffentliche Rezeptionssituation

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  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783869627564

Description

Wer Kino sagt, meint meistens Film. Ebenso ist auch in der Kommunikations- und Medienwissenschaft der Blick - wie der des Publikums - auf die Leinwand gerichtet. Diese Arbeit wendet die analytische Perspektive und blickt in das Kino als soziale und öffentliche Situation. So zeigt sie die vieldimensionale Sozialität des Kinos als soziale Handlungen, als Gemeinschafts- und Gesellschaftserlebnis und als öffentlichen Raum. Denn Filmrezeption im Kino ausschließlich als personale Handlung eines, als vereinzelt vorgestellten, Individuums zu untersuchen, geht an der Realität der Rezeption vorbei und übersieht die vielschichtige Bedeutung unterschiedlicher sozialer Beziehungen für den Kinobesuch sowie die soziale Funktion des Mediums für seine Besucher*innen.Die Studie sammelt und systematisiert das bereits in verschiedenen Disziplinen und Quellen vorhandene, aber verstreute Wissen zur Sozialität des Kinos. Sie spannt einen Bogen von der Kinogeschichte bis zu aktuellen Besuchsstatistiken. Damit legt sie zum einen dar, dass unabhängig voneinander in vielen Bereichen Hinweise vorliegen, die aber so gut wie nie miteinander in Verbindung gebracht wurden und formuliert Desiderata der Kinoforschung.Diese nimmt die Autorin zum Ausgangspunkt für einen Forschungsprozess, der in mehreren Schritten sukzessive Daten erhebt, auswertet und theoretisch integriert. Aus 20 Gruppendiskussionen, 12 Einzelinterviews und 14 Paarinterviews wird ein Modell entworfen, das drei Hauptebenen der Kino-Sozialität vorstellt: die konkreten Beziehungen, die die Besucher*innen ins Kino mitbringen, die Gesellschaft, die sie dort vorfinden und konstituieren, sowie die Öffentlichkeit, die, im Unterschied zum Privaten, als Publikum für die eigene Selbstpräsentation wahrgenommen wird. Im Kinobesuch sind alle drei Ebenen gleichzeitig gegeben und interdependent; gemeinsam konstituieren sie den Sinn des Kinos für sein Publikum. Gabriele Mehling ist Lehrkraft für besondere Aufgaben am Institut für Kommunikationswissenschaft der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. In ihrer Forschung befasst sie sich u. a. mit der Rezeptionsforschung im Bereich der audiovisuellen Kommunikation. Sie studierte Kommunikationswissenschaft, Soziologie und Politikwissenschaft.