Description
(Short description)
Alexander Nyffenegger kennt die Untiefen des rechtsextremen Spektrums aus eigener Erfahrung. Der damals junge Mann schaffte es bis in die Führungsebene der Schweizer Neonaziszene. Und er kam in die unaufhaltsame Spirale der Kriminalität.
(Text)
Manuskript, was die einstige Führungskraft der Schweizer Neonaziszene Alexander Nyffenegger (geboren 1971) dem Greifenverlag zur Veröffentlichung angeboten hat. Der Rückblick des vor 10 Jahren ausgestiegenen Mannes vermittelt einen tiefer Einblick in die Wirkungsmechanismen der rechten Szene.
Nyffenegger über die Beweggründe und zum Inhalt des Buches: "Ich führe die Leserin und den Leser auf eine Reise voller persönlicher Eindrücke und Erlebnisse, die mir in meinen etwa anderthalb Jahren Zugehörigkeit zum Neonazi-Milieu widerfahren sind. Es spielen dabei entscheidende Situationen in meiner Jugendzeit genauso eine Rolle wie die Tatsache, dass ich nicht zuletzt im Zuge meines damaligen Arbeitsplatzes auf eine politische Rechtsaußenpartei gestoßen bin, innerhalb derer ich binnen kurzer Zeit Karriere und en passant die Bekanntschaft zu den schlimmsten Figuren der Nazi-Szene machen konnte. Ich schildere unter anderem auch, wie ich besagte Kleinpartei, die im Jahre 2000 noch über ein Nationalratsmandat verfügte, sowohl von innen wie außen völlig umstrukturieren und radikalisieren wollte, die alten Kaderleute mittel- bis langfristig durch stramme junge Rechtsextremisten zu ersetzen gedachte und auf schleichende Art und Weise den Nationalsozialismus hoffähig zu machen wünschte.
Gleichzeitig zeige ich auf, wie ich mich dabei, auch unter dem Einfluss meines anhaltenden Kokainkonsums in kriminelle Machenschaften verstrickte, so etwa Gelder im kleinen Rahmen veruntreute, meine Pensionskassengelder durch die Bildung einer Scheinfirma flüssig machen konnte und auf dem Höhe- bzw. Tiefpunkt auf Vorschlag meines Vorgesetzten in der Partei (!) die Scheinheirat mit einer ukrainischen Animierdame einging.
Diese stetige Entwicklung nach abwärts führte schließlich dazu, dass ich die Parteia rbeit quittierte und zum krönenden Abschluss meiner rechten Laufbahn für einige Wochen bei der damals gerade neu gegründeten 'Partei National Orientierter Schweizer PNOS als Pressechef waltete und sogar deren allererstes Parteiprogramm verfasste.
Irgendwann jedoch kehrte die Vernunft zurück, und ich musste mich zwischen zwei Möglichkeiten entscheiden: Entweder würde ich jetzt gerade noch die Kurve kriegen und auf einen Schlag mein Leben ändern oder meine Zukunft für eine Ideologie auf s Spiel setzen, die nur den weiteren sozialen Abstieg bedeuten konnte.
Die unterstützenden Gespräche mit Samuel Althof von der 'Aktion Kinder des Holocaust verhalfen mir dazu, die richtige Entscheidung zu treffen."



