- ホーム
- > 洋書
- > ドイツ書
- > Humanities, Arts & Music
- > History
- > regional history
Description
Aller guten Dinge sind drei, behauptet der Volksmund. Doch der Landeshauptstadt Kiel sollte es auch im vierten Anlauf nicht gelingen, die Holtenauer Förderegion nach ihren Vorstellungen zu entwickeln, sei es wie im vergangenen Jahrhundert als Freihafen und Industriestandort oder - wie zuletzt - als urbanes Mischquartier für strandnahes Wohnen und Wirtschaften. Die Stadt kam immer dann zum Zuge, wenn sich die Militärs in längeren Aufrüstungsphasen und zwei verlorenen Weltkriegen total erschöpft hatten und ihre angestammten Liegenschaften nolens volens zur Konversion freigeben mussten, wie auch nach den weltpolitischen Umbrüchen im Gefolge der deutschen Wiedervereinigung. Warum sich keines der kommunalen Großprojekte durchsetzen konnte und allein die Marine mit 100 Jahren Seefliegerpräsenz ein beachtliches Beharrungsvermögen bewies und aktuell einer kompletten Remilitarisierung der Flächen entgegensieht, ist das zentrale Thema dieses Buches, das aber auch Schleswig-Holsteins einzige Seequarantäneanstalt und den Kieler Landflughafen in den Blick nimmt, weil alles untrennbar miteinander verwoben ist. Stefan Wendt forscht bevorzugt zu vernachlässigten Themen der schleswig-holsteinischen Landes- und Lokalgeschichte. Seit gut einem Jahrzehnt konzentriert sich der gebürtige Hamburger auf die historischen Blindstellen seiner Wahlheimat Kiel und sucht mit diesem Buch - einer Überblicksdarstellung, der mehrere Fachaufsätze vorangegangen sind - die Zahl der "weißen Flecken" in der Fördegeschichtslandschaft zu reduzieren.



