Das undenkbare Universum: Meister Eckhart und die Erfindung des Jetzt (2022. 384 S. 21.50 cm)

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Das undenkbare Universum: Meister Eckhart und die Erfindung des Jetzt (2022. 384 S. 21.50 cm)

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  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783862828210

Description


(Text)
Ein Mönch, der auszog, die Welt zu verändern Europa im Spätmittelalter: Andersdenkende werden verfolgt, es gibt blutige Auseinandersetzungen. Ein junger Mann, der als "Meister Eckhart" in die Geschichte eingehen wird, wagt ein kühnes und ungeheuerliches Abenteuer: Er sucht die Erkenntnis, will mehr Wissen als erlaubt ist. Doch seine Widersacher wollen ihn stoppen, mit Intrigen, Verleumdung und der Macht der Inquisition ... Noch Jahrhunderte später inspiriert Meister Eckhart Menschen auf der ganzen Welt. Thomas Hohn lässt in diesem packenden Mittelalter-Thriller den Philosophen und Mystiker lebendig werden und erzählt eine mitreißende und berührende Geschichte über Liebe, Verlust und Genialität.
(Extract)
Köln, Sommer 1326Hastig kratzte der Gänsekiel über das Pergament. Eile war geboten. Immer wieder warf er einen nervösen Blick zur Tür, während er seine Worte auf das Pergament bannte.Sie würden gleich da sein. Es gab kein Entkommen. Nicht für ihn. Wütend ballte er seine Faust. Wie konnten sie es wagen?Vielleicht gelang dieser Schrift die Flucht, vermochten diese Buchstaben Weisheit und Licht in die Dunkelheit zu tragen, wenn er es nicht mehr vermochte.Unten im Haus polterte es. Erschrocken hielt er inne, lauschte.Es blieb still.Nichts.Schnell schrieb er weiter, fügte Buchstaben zu Wörtern, Wörter zu Sätzen, wob seine Gedanken in sie hinein. Sie waren Melodien, die in seinem inneren Universum Form annahmen, wie eine leise Musik, die aus dem Nichts in ihn hineinfiel. Selbst jetzt, trotz all seiner Angst, spürte er das Wunder.Schritte. Rasche, schwere Schritte.Hatten sie es so eilig, ihn zu holen? Wenn er es nur rechtzeitig schaffen könnte. Verzweifelt schaute er auf das Geschriebene. Er war fast fertig. Mit zittriger Hand nahm er noch einmal das Tintenhörnchen aus der vorgesehenen Pultfassung und tauchte den Kiel in das rußige Nass.Krachen. Die Tür zu seiner Zelle flog auf.Erschrocken von der Wucht des Eindringens glitt ihm die Tinte aus den Händen. Das Schwarz ergoss sich über den Boden, glänzte wie eine sternenlose Nacht. Eckhart starrte zur Tür.Aber es waren nicht die erwarteten Häscher, nicht die Boten des Todes und der Unwissenheit. Goswin, der Gute, stand im Rahmen. Atemlos. Der große, überaus korpulente Mann füllte den gesamten Türrahmen, sein Gesicht war puterrot.»Ihr habt mich gerufen, Magister«, stieß er hervor. »Das wäre allerdings kaum nötig gewesen, die Stadt ist wegen Euch in Aufruhr. Ich bin so schnell gekommen, wie es mir möglich war.«»Dank dir für dein eiliges Kommen. Einen kurzen Moment noch, bitte.«Meister Eckhart setzte die Feder erneut an, diesen letzten Satz wollte er noch vollenden, dann musste es reichen.»Sie sind schon unterwegs, Magister, ich habe sie gesehen, wie sie am Bischofspalast aufgebrochen sind. Sie werden jeden Augenblick hier sein.« Sorge stand in Goswins rundem Gesicht.Meister Eckhart schnaubte. Der Bischofspalast. Der Palast war seines Namens nicht wert. Dort wohnte kein Erzbischof. Die Kölner hatten ihre Erzbischöfe in einem Streit vor etwa vierzig Jahren kurzerhand vor die Tür und damit vor die Stadttore gesetzt. Sie residierten seitdem im südlichen Umland von Köln.Doch ein Erzbischof blieb ein Erzbischof, das galt auch in Köln und so hatte dieser immer noch weitreichende Befugnisse innerhalb dieser Mauern. Leider. Über klerikale Fragen saß man in dem »Saal« zusammen, wie die Kölner das Innere des verwaisten Bischofspalastes nannten. Auch in Fragen der Häresie. Nicht wenige ereilte an diesem Ort das Todesurteil. Seine Zelle im Studium generale der Stolkgasse war nur ein Katzensprung von dem »Saal« entfernt. Keine Frage, sie würden jeden Moment hier sein. Eckhart konzentrierte sich auf sein Schreiben.Sei ledig aller Angst. Habe allezeit acht auf dich und deinen Sinn, soweit es nur möglich ist.Herr Gott, du seiest gelobt ewiglich. Amen.Wie weit war er in diesen Momenten von dem entfernt, was er selbst lehrte. Er seufzte, trocknete die frische Schrift mit etwas Sand und blies die Körner vom Pergament. Ein Sonnenstrahl fand seinen Weg in die Zelle, ließ den Sand kurz aufblitzen, ein Schauspiel, das sogleich wieder erlosch. Es blieben einzelne Sandkörner, die sich über den Boden ausbreiteten. Würde auch sein Wirken im Staub der Geschichte verschwinden?Er gab sich einen Ruck. Jetzt war keine Zeit für Sentimentalitäten. Hastig raffte er die losen Pergamente zusammen.»Hier, guter Goswin. Schaffe sie fort, schnell. Der werte Herr Tauler wird wissen, wie es zu verbergen ist.« Mehr zu sich selbst murmelte er: »Hoffe ich zumindest.«Von unten waren aufgeregte Stimmen zu hören. Sie waren da. Daran gab es keinen Zweifel mehr.»Schnell, Goswin. Hinten raus!«Goswin konnte zwar we

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