Description
(Short description)
Ernst Weiß, österreichischer Schriftsteller und Arzt (1881 - 1940)
(Text)
Ernst Weiß, österreichischer Schriftsteller und Arzt (1881 - 1940), Sohn eines jüdischen Tuchhändlers, Weggefährte von Thomas Mann und Stefan Zweig, wurde 1928 mit dem Adalbert-Stifter-Preis für sein literarisches Schaffen.
Emigrierte nach dem Reichtagsbrand am 27. Februar 1933 zuerst nach Prag und 1934 nach Paris. Als Weiß 1940 den Einmarsch der deutschen Truppen in Paris miterleben mußte, beging er Suizid und starb im Alter von 57 Jahren. Sein Grab ist bis heute unbekannt.
23 Jahre nach dem Freitod des österreichischen Autors Ernst Weiß erschien posthum der Roman "Ich - der Augenzeuge". Es ist sein letzter Roman, den er 1938 geschrieben, der aber nie vor seinem Tod veröffentlicht wurde. In dem Roman lässt Weiß in Form einer fiktiven Autobiographie den einen Arzt Bericht erstatten, der den Kriegsblinden A. H. 1918 von seinem eingebildeten Augenleiden heilte. Nacht der Machtergreifung der Nazis 1933 wird der Arzt wegen den damals über den Gefreiten A. H. verfassten Krankenbericht in ein KZ gebracht und gefoltert. Als Preis für seine Freiheit muss der Arzt die Krankenakte herausgeben und er flieht zuerst über die Schweiz nach Paris. Dort entscheidet er sich auf Seiten der Spanischen Republik gegen Franco zu kämpfen.



