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(Text)
Diplomarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation, Note: 2,0, Fachhochschule Frankfurt am Main (3, Wirtschaft und Recht), Sprache: Deutsch, Abstract: Inhaltsangabe:Einleitung:
Was ist Management? Eine scheinbar einfache Frage, auf die schnell Antworten gefunden sind. Management ist Unternehmensführung und Management ist Menschenführung. Diese globalen Gedanken führen unmittelbar zu dem Manager, dem Organ, der das Unternehmen und die Menschen zu einer erfolgreichen Unternehmensleistung führen soll.
Bereits an dieser Stelle wird deutlich, dass der Manager eine Schlüsselposition einnimmt. Er ist maßgeblich verantwortlich für den Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens. Die Suche nach der idealen Führungskraft führt in der Führungsforschung über Eigenschafts-, Verhaltens- und Situationsansätze. Management wird auf Menschenführung reduziert und unter personellen Aspekten untersucht.
Die Realität der Unternehmensführung zeigt sich bereitsseit Beginn der 90er Jahre an der Orientierungs-, Werte- und Effektivitätskrise im Management. Die auf dem Shareholder Value aufgebaute Corporate Governance als einzig richtiges Führungsprinzip hat zu dieser Fehlentwicklung geführt. Die Folge sind Bilanzmanipulationen, Fusionen und Akquisitionen, Bereicherungsexzesse, Verschuldung, der Verlust von Glaubwürdigkeit der gesamten Wirtschaft und eine neue soziale Frage.
Das wichtigste Ziel scheint die Maximierung der Eigenkapitalrendite und die Befriedigung der Aktionärsinteressen zu sein. Es gibt jedoch zwei Wege, Aktienkurse nach oben zu treiben: neue Märkte erschließen und innovieren - davon haben die Aktionäre und die Beschäftigten etwas - aber man kann auch die Faktoren, in denen Möglichkeiten stecken, konstant halten und dann bleibt oft nur ein Verteilungsspiel übrig:
sinkende Lohnkosten und steigende Aktienkurse. Die Folgen sind Fehlsteuerung der Ressourcen und Kapitalvernichtung.
Permanente Marktkorrekturen und Ressourcenanpassungen stellen eine Belastung für Wirtschaft und Gesellschaft dar. Die Fehlentwicklungen lassen Raum für Kritik. Fragen nach der sozialen Legitimation von Management, Forderungen zur Regulierung von Managerkompetenzen als Folge des Verlustes von Leistungs- und Verantwortungsorientierung sind Anzeichen steigender Unsicherheit innerhalb und außerhalb der Unternehmen. Ist das Privatwirtschaft, die funktioniert?
Richtungweisende Ansätze in der Schlüsselposition Management sind notwendig. Die Untersuchung des Seins reicht zur Beurteilung der Managementleistung nicht aus und führt nicht zu einer Lösung der Probleme, die aus der einseitigen und kurzfristigen Zielfokussierung resultieren. Vielmehr sollte das Tun des Managers unter objektiven und strategischen Gesichtspunkten betrachtet werden. Management ist notwendig, um Menschen zu einer erfolgreichen Unternehmensleistung zu führen. Was aber ist der Indikator für eine erfolgreiche Unternehmensleistung? Der Aktienwert? Die Praxis zeigt, dass auch der Versuch der Definition der Unternehmensleistung selbst zum Problem wird.
So vielschichtig und fragwürdig die Fehlentwicklungen sind, so eindeutig ist die Ursache: falsches Management. Der österreichische Schriftsteller des beginnenden 20. Jahrhunderts, Karl Kraus, hat es auf den Punkt gebracht, indem er sagte, dass es Sachen gibt, die so falsch sind, dass nicht einmal das Gegenteil wahr ist. Somit scheint auch die Ausrichtung am Stakeholder Value ebenso fragwürdig. Die Folge falschen Management-Verständnisses ist eine falsche Management-Ausbildung, falsche Management-Auswahl und falsche Management-Praxis. Die Fehler sind an der Realität sichtbar.
Die institutionelle und funktionelle Dimension des Managements muss in die Definition der Unternehmensleistung einbezogen werden. Entfällt die Gewinnorientierung, z.B. bei gemeinnützigen Einrichtungen wie Schulen, Universitäten, Kin...



