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(Text)
Magisterarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Geowissenschaften / Geographie - Wirtschaftsgeographie, Note: 1,3, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (Georessourcen und Materialtechnik), Sprache: Deutsch, Abstract: Inhaltsangabe:Einleitung:
Seit jeher unterliegt die Weltwirtschaft dem Wandel. Prägend für diese Dynamik wurde ab Mitte des 20. Jahrhunderts der Begriff der Globalisierung (weltweite Ausdehnung wirtschaftlicher Aktivitäten, wachsende Intensitäten bei den Waren- und Kapitalströmen, enge Verzahnung von nationalen Wirtschaften und globalen Märkten für Industriegüter und Dienstleistungen, Prozess-Innovationen, Zunahme der internationalen Arbeitsteilung, technologische Innovationen im Bereich der Kommunikation und des Transports, Liberalisierung und Deregulierung der Wirtschaft und der institutionellen Rahmenbedingungen).
Die in Stichworten beschriebene weltwirtschaftliche Situation hat somit auch Auswirkungen auf die Peripherie. Die zunehmende Globalisierung einerseits und der Transformationsprozess der Mittel- und Osteuropäischen Länder andererseits sind wohl die markantesten Phänomene der Weltwirtschaft im Zeitraum der letzten fünfzig Jahre. Infolge des Zusammenbruchs der UdSSR und der daran geknüpften Souveränitätserklärungen der einzelnen Teilrepubliken entstanden neue, raumwirksame wirtschaftliche Strukturen. Neue Bedeutung erlangten in diesem Kontext die Küstenregionen der Ostsee mit ihren Seehäfen. Dieser Raum wird heutzutage als eine der am stärksten wachsenden Regionen der EU betrachtet. Die neu entstandenen Handels- und Güterströme, der wachsende Umfang dieser und die zunehmende Interdependenz korrelieren dabei positiv mit einem Bedarf an Verkehrsinfrastruktur. Seit dem Zusammenbruch der UdSSR werden die Güterströme nicht mehr zentral aus Moskau reguliert und gesteuert, sondern die ehemaligen Teilstaaten fügen sich nun autonom als Transformationsländer in das marktwirtschaftliche System ein und werden aus der Notwendigkeit heraus Teil des internationalen Handels- und Produktionskettensystems. Nicht nur Anforderungen an Faktoren der materiellen Infrastruktur, sondern auch Anforderungen an Faktoren der institutionellen und personellen Infrastruktur bestimmen die Transitzeiten und damit auch die Kosten.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Verkehrsgeographie der Republik Estland unter expliziter Berücksichtigung außenwirtschaftlicher Verflechtungen. Die Arbeit ist folglich nach einer Einführung in die allgemeine Wirtschaftsgeographie Estlands in einen wirtschaftlichen und einen geographischen Teil gegliedert. Ziel der Arbeit ist es die Lage und wirtschaftliche Situation des EU-Beitrittskandidaten Estland als Bindeglied für den Güterverkehr zwischen Russland und Mitteleuropa zu erörtern. Es soll der Frage nachgegangen werden, was das Herauslösen des Landes aus der zentral gelenkten Staatswirtschaft der Sowjetunion für die EU aus wirtschafts- und verkehrsgeographischer Sicht bedeutet.
Abschließend möchte die Autorin folgende Thesen formulieren:
1. Der Ostseeraum wird durch den Beitritt der baltischen Staaten zur EU eine neue Dimension erfahren. Die verkehrstechnische Ost-West-Anbindung und Erschließung intensiviert den Handel. Estland wird sich dabei zum Gateway-Ost für den Handel zwischen der EU und Russland entwickeln.
2. Die Aufwertung der verkehrsgeographischen Strukturen Estlands führt nicht nur Estland und das Baltikum, sondern Nordeuropa zu Wachstum.
3. Insbesondere die estnischen Seehäfen führen zu einer Aufwertung des Ostseeraums und der EU. Die Ostseeanrainerstaaten erfahren dabei eine Renaissance der Hanse.
4. Konkurrenz wird Estland als Industriestandort und Transitland für Finnland bedeuten.
Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis:
I.Verzeichnis der Akronyme und AbkürzungenIII-IV
II.Verzeichnis der AbbildungenV-VI
III.Verzeichnis der TabellenVI-VI...



