Vom Warentausch zur Tauschbeziehung : Grundlagen sozialer Interaktion (Diskurse der Psychologie)

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Vom Warentausch zur Tauschbeziehung : Grundlagen sozialer Interaktion (Diskurse der Psychologie)

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  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783837934342

Description

Mark Galliker untersucht die Bedeutung des Tauschprinzips als Grundlage sozialer Interaktion. Die Missachtung dieses zentralen Prinzips unserer Gesellschaft kann zu massiven psychischen Störungen führen, während seine Befolgung meistens Vorteile bietet - wobei eine allzu strikte Einhaltung auch negative Konsequenzen haben kann. Dem Tauschprinzip wird das Prinzip der Reziprozität gegenübergestellt. In nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen spielt das Tauschprinzip eine wichtige Rolle. Das spezifisch menschliche, insbesondere abstrakte Denken hat sich historisch aus der Gleichsetzung der Werte ausgetauschter Produkte entwickelt. Aus diesen »Gleichungen« entstanden natur-, geistes- und sozialwissenschaftliche, aber auch außerwissenschaftliche und ideologische Denkformen. In der monopolisierten Marktgesellschaft haben zwischenmenschliche Belange meistens ebenfalls einen Warencharakter. Da es die Grundlage sozialer Interaktion bildet, kann die Missachtung des Tauschprinzips zu massiven psychischen Störungen führen. Doch auch die Einhaltung und insbesondere eine allzu strikte Befolgung des Prinzips kann sich negativ auf die Psyche auswirken, was jedoch meistens nicht bewusst wird. Mark Galliker untersucht dieses Phänomen und stellt die Frage nach alternativen Prinzipien des Zusammenlebens. Vorwort Einleitung 1 Kommunikativer Austausch 1.1 Fiktive und weniger fiktive Beispiele 1.2 Sozialisierung und kommunikatives Verhalten1.3 Sozialpsychologische Austauschtheorien 1.4 Gerechter Tausch und Unausgeglichenheit 2 Austausch von Produkten und Gleichwertigkeit 2.1 Voraussetzungen und Beginn des Warentausches 2.2 Zur Analyse des einfachen Warentausches 2.3 Warentausch als Gleichgewicht und Gleichwertigkeit 2.4 Ausrechnung einfacher Gleichungen 2.5 Zwei Gleichungen mit einer Unbekannten 2.6 Gleichungen mit zwei Unbekannten 2.7 Quadratische Gleichungen 2.8 Ungleichungen 2.9 Warentausch, Naturwissenschaft und Messbarkeit 2.10 Gleichung und Analogieschluss 2.11 Übereinstimmung mit der Realität 2.12 Analysieren und Synthetisieren 2.13 Warentausch und Logos 2.14 Synthetische Einheit der Apperzeption 2.15 Synthetische Urteile a priori und der Warentausch 2.16 Dualität im Warentausch und in der Naturwissenschaft 2.17 Methodologische Hinweise 2.18 Denkpsychologie 3 Kommunikativer Austausch und Kognition 3.1 Austausch verbaler Beiträge 3.2 Kommunikatives Dreieck 3.3 Gleichwertigkeit von Kommunikationseinheiten 3.4 Ungleichwertigkeit von Kommunikationseinheiten 3.5 Konsequenzen von Rede und Redefolge 3.6 Affront und die Identität der Gegensätze 3.7 Ausgleich von Ungleichwertigkeit 3.8 Affinität und Erinnerung 3.9 Austausch und Wertschätzung 3.10 Emotion und Labilisierung 4 Bedeutung und Sinnvon Austauschprozessen 4.1 Entstehung von Bedeutung 4.2 Sinn und Bedeutung in Entwicklungsphasen 4.3 Sinn und Bedeutung bei der Person 4.4 Konvergierender und divergierender Sinn 4.5 Bedeutung und Sinn einer Beziehung 4.6 Aktives Zuhören und Dialogischer Dreischritt 4.7 Verständigung und Fortsetzung der Rede 4.8 Empathie und Dezentrierung 5 Marktgemäße Kommunikation und Kognition 5.1 Angebot und Nachfrage 5.2 Personenmarkt 5.3 Geschlechterverhältnis 5.4 Das Problem der Quantifizierung 5.5 Nutzenmaximierung des Homo oeconomicus 5.6 Austausch im Alltag 5.7 Vergleichen und soziale Ängste 5.8 Beachtung und Nicht-Beachtung von Tauschwerten 5.9 Über- und Unterschätzung von Tauschwerten 5.10 Veränderung der Tauschwerte 5.11 Sozialer Austausch und Selbstbezug 5.12 Sozialer Austausch und Selbstsicherheit 5.13 Aggression und dichotomes Denken 5.14 Mobbing und Diskriminierung 5.15 Maximieren und Minimieren 5.16 Destruktion und katastrophisierendes Denken 6 Meinungsaustausch und Öffentlichkeit 6.1 Warenaustausch und Meinungsaustausch 6.2 Gleiche Meinung und Meinungsverschiedenheit 6.3 Meinungsaustausch in der antiken Polis 6.4 Christliche Weltanschauung im Mittelalter 6.5 Renaissance und Humanismus 6.6 Der Rationalismus 6.7 Briefkultur und Gedankenaustausch in der Romantik 6.8 Waren- und Nachrichtenverkehr 6.9 Politisierung des öffentlichen Lebens 6.10 Reduzierte Öffentlichkeit 6.11 Meinungsmonopole und Einzelmeinungen 6.12 Gleichschaltung von Meinungen 6.13 Personalisieren und Devaluieren 6.14 Monopolistische Sinngebung 6.15 Leben in den Medien 6.16 Monopolwirtschaft und Meinungsmonopol 7 Psychopathologie und Tauschprinzip 7.1 Neurotische Entwicklung 7.2 Abwehrvorgänge und Tauschprinzip 7.3 Verhältnis von Tausch- und Gebrauchswert in der Entwicklung 7.4 Realisierungsängste und Charaktermasken 7.5 Kindheit depressiver Personen 7.6 Verlust des Tauschprinzips 7.7 Phänomen des Stimmenhörens 7.8 Austauschprozess und Wahnsinn 7.9 Reduktion auf die konkrete Ebene 7.10 Phänomene und ihre Wurzeln8 Psychotherapie und kommunikativer Austausch 8.1 Umstrukturierung in der Kognitiven Verhaltenstherapie 8.2 Zirkuläre Fragen in der Systemischen Therapie 8.3 Übertragung und Gegenübertragung in der Psychoanalyse 8.4 Dialogischer Dreischritt in der Gesprächspsychotherapie Schlussbemerkungen Literatur Personen Sachregister Abkürzungen »In jeder Beziehung werde permanent 'gegenverrechnet', auch wenn das oft unbewusst passiere, sagt Galliker im Gespräch mit unserer Zeitung. Er nennt das 'Tauschbeziehung'. In seinem Buch 'Vom Warentausch zur Tauschbeziehung' hat Galliker unter anderem untersucht, wie diese Art der Beziehung unsere psychische Gesundheit beeinflusst.«
Florian Gann, Stuttgarter Zeitung, 1. Juli 2025

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