- ホーム
- > 洋書
- > ドイツ書
- > Humanities, Arts & Music
- > Psychology
- > psychoanalysis
Description
Mit dem Begriff des tragischen Charakters beschreibt Léon Wurmser, wie Menschen infolge existenzieller Traumatisierungen ihr Erleben und Denken absolut setzen, um die eigene Verletzlichkeit zu verbergen. Anhand detaillierter Fallbeispiele aus seiner psychoanalytischen Praxis beschreibt er die konflikthaften Verstrickungen, die das Leben und die Beziehungen der Betroffenen beherrschen, und die Herausforderungen, die sich daraus für die psychotherapeutische Behandlung ergeben. Mit dem Begriff des tragischen Charakters beschreibt Léon Wurmser, wie Menschen infolge existenzieller Traumatisierungen ihr Erleben und Denken absolut setzen, um die eigene Verletzlichkeit zu verbergen. Anhand detaillierter Fallbeispiele aus seiner psychoanalytischen Praxis beschreibt er die konflikthaften Verstrickungen, die das Leben und die Beziehungen der Betroffenen beherrschen, und die Herausforderungen, die sich daraus für die psychotherapeutische Behandlung ergeben. Wurmser vertritt in seinen Analysen konsequent den psychoanalytischen Grundsatz von der umfassenden Bedeutung der Konflikte in unser aller Leben, in Gesellschaft und Kultur. Dies bedeutet für ihn jedoch nicht, dass alle Konflikte und Verstrickungen des tragischen Menschen prinzipiell unlösbar sind: Traumata sind zwar unauslöschlich, nicht aber notwendigerweise die traumatischen Folgeprozesse. VorwortTeil I »Das Auge ist's, was die Taten verwandelt. Das neugeborene Auge verwandelt die alte Tat« - Psychoanalytische Beobachtungen von Narzissmus und Masochismus bei schweren BeziehungstraumataTeil II: Allgemeinere Betrachtungen: Das Verstehen der Seele in der tragischen WeltsichtTeil I »Das Auge ist's, was die Taten verwandelt. Das neugeborene Auge verwandelt die alte Tat«Psychoanalytische Beobachtungen von Narzissmus und Masochismus bei schweren Beziehungstraumata1 EinführungTragischer Charakter und die verheerende Macht der Absolutheit1.1 Ein bestimmter Charaktertyp1.2 Pathologische Eifersucht, Ungerechtigkeitsgefühl und »klaffender Mangel«1.3 Eifersucht und das Problem des ausschließlichen Besitzens des Anderen1.4 Der innere Konflikt in der Liebe1.5 Selbstbehauptung und Aggression1.6 Die Konflikte im Über-Ich1.7 Die unheilbare Wunde1.8 Die »Wunde« als Repräsentation des Traumas1.9 Narzissmus, Masochismus und das Tragische1.10 Warum spricht uns das Tragische in der Kunst so an?1.11 Das Antitragische1.12 Zusammenfassung2 Triumph durch NiederlageDer Zwang zu enttäuschen und die Verleugnung der Zeit2.1 Theoretischer Hintergrund2.2 »Das ginge, aber das geht nicht«2.3 Zur Gegenübertragung2.4 Vampir-Fantasie: »Ich will dein Blut saugen«2.5 »Doublebind-Mitteilungen« und widersprüchliche Identifizierungen2.6 »Doublebind«- und Loyalitätskonflikte als Teil der Familiendynamik2.7 Der gefährliche Stier2.8 Zur Frage des Neides und der verdrängten Sexualfantasien2.9 »Hilf mir, aber hilf mir nicht!«2.10 Allmacht der Verantwortlichkeit und die tragische Schuld2.11 Beziehungstrauma und die Doppeldeutigkeit der Übertragung2.12 Zuspitzung und Reflektieren über die Gegenübertragung2.13 Peripetie2.14 Der Zwang, zu spät zu sein: Zur Pathologie des Zeiterlebens2.15 Eine allgemeinere Reflektion: Zeitstillstand und Abbrechen der Zeit2.16 Ihr Lebensthema: Urteilen statt Verstehen2.17 Die Macht der Negativität2.18 Die Sexualisierung des Traumas2.19 Einige abschließende technische Erwägungen3 »Gib dein Herz dir selbst zurück«Ressentiment und Verzeihung3.1 Das böse Auge und das leuchtende Antlitz3.2 Verdrängter Neid und Ahndung durch das Über-Ich3.3 Der penetrierende Blick3.4 Das Auge des Schmerzes, das Beziehung und Identität bestätigt3.5 »[D]es Ich's Widerspruch und Wirrsal«3.6 »Sag, es tut dir leid« - Zur Dynamik der Versöhnlichkeit3.7 »Ich sehe mich in deinen Augen«4 Das Aufheben der GrenzenZum Konzept der Charakterperversion4.1 Theoretische und technische Fragestellungen4.2 Die klinische Problemstellung: Ichspaltung und zerbrochene Wirklichkeit4.3 Doppelte Wirklichkeit durch Verleugnung4.4 Die durch Lügen geschaffene doppelte Wirklichkeit4.5 Doppelte Wirklichkeit und Doppelleben4.6 Verleugnung der Grenzen4.7 Verleugnung und Charakterperversion4.8 Die Merkmale der Charakterperversion4.9 »Ein bedeutendes Stück fehlt« - Technische Probleme bei einem besonders schwierigen Fall5 Agieren und GegenagierenÜber-Ich-Probleme in der Behandlung des tragischen Charakters5.1 Getrenntheit und Verbundenheit - Dialektik und Dialog5.2 Das Problem der sadomasochistischen Übertragung5.3 Verrat als masochistische Provokation5.4 Zwei Systeme der Selbstwertregulation5.5 Das gefühllose Monster und das verpackte Gegenüber5.6 Das Suchen nach magischer Verwandlung in der Übertragung5.7 Blutritual und magische Verwandlung - Doppeltes Selbst und das Schneideritual als magische Brücke5.8 Das Heilende im Erkennen und im Erkanntwerden5.9 Musik als Schutz gegen traumatogene Affekte5.10 Der Fluch der Vollkommenheitsfantasie und die Angst vor GrenzenTeil II Allgemeinere BetrachtungenDas Verstehen der Seele in der tragischen WeltsichtProlog zu Teil IIDas Tragische als Wertverabsolutierung und Verleugnung in der Kultur6 Rückblick eines Psychoanalytikersauf Wesen und Struktur der Seele in der westlichen Geistesgeschichte6.1 Konflikt als fundierendes Konzept des psychoanalytischen Seelenverständnisses6.2 Komplementarität und Dialektik6.3 Der innere Richter6.4 »Der äußerste Konflikt« in Platons Bild der Seele und Aristoteles' Begriff der Entelechie6.5 Das Wesen des Tragischen7 Mythos, Mystik und Midrasch7.1 Das mythische Denken7.2 Die Welt des Midrasch7.3 Was ist Mystik?7.4 Mystik und Psychoanalyse7.5 Ein dialektisches Verständnis der Mystik7.6 Gedanken eines Psychoanalytikers zur jüdischen Mystik7.7 Vertiefte psychoanalytische Erwägungen zur Mystik im Allgemeinen8 Die Vernunft der UnvernunftBetrachtungen eines Psychoanalytikers zu Don Quijote8.1 Ein Buch verhüllter Rebellion8.2 Wahrheit, Trug und Wahn8.3 Trauma und der Zwang, es zu wiederholen8.4 Juden und Conversos8.5 Der dreifache Kampf gegen Machtmissbrauch8.6 Idealisierung der Keuschheit und Sexualabwehr ad absurdum geführt8.7 »Wer dich sehr liebt, macht dich weinen [Ése te quiere bien, que te hace llorar]«8.8 »Ich weiß, wer ich bin [Yo sé quién soy]«8.9 Doppelte Identität, zerbrochene Wirklichkeit8.10 Scham, Ehre und Grandiosität8.11 Visio mystica8.12 Schlussgedanken - Die tragische im Konflikt mit der komischen Dimension9 »Die Liebe ist höher als das Sein, die Liebe ist die Krone des Seins«Die tragische Doppelheit des Menschen bei Dostojewski9.1 Psychologische Erwägungen9.2 »Kristallpalast« und »das lebendige Leben« - Betrachtungen zu den Aufzeichnungen aus dem Untergrund und dem Spieler9.3 Die Zwanghaftigkeit und der Kampf Raskolnikows gegen die Scham9.4 Psychologische Bemerkungen zu den Dämonen9.5 Betrachtungen zum Leben Dostojewskis9.6 Das Wesensbild9.7 Eine übergreifende Antithese9.8 Der Idiot (1956)9.9 Der Jüngling - Die Spaltung der Identität9.10 Die Brüder Karamasow - Das Ungerechtigkeitsgefühl und das große Verzeihen10 Psychoanalytische Betrachtungen zum 11. September, Terrorismus und genozidalen VorurteilIhre Wurzeln und Folgen10.1 Was ist Terrorismus?10.2 Wie verstehen wir die Auswirkungen des Terrors auf seine Opfer und wie behandeln wir diese?10.3 Was sind die Ziele des Terrors und die Motivationen von Terroristen?10.4 Was ist die Scham- und Schulddynamik und worin besteht die Rolle des Über-Ichs im Terrorismus?10.5 Was wissen wir über den kulturellen Hintergrund?10.6 Was trägt die Philosophie zu den Reflexionen über den 11. September bei?10.7 Psychoanalytische SchlussfolgerungenLiteratur



