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Description
"Federns unorthodoxe Beschreibungen und Analysen ( ) zeigen, was psychisch mit den Menschen geschehen ist, nachdem die Nazis an die Macht gekommen waren." (Achim Perner) "Federns unorthodoxe Beschreibungen und Analysen, die mit den allzu einfachen Zuordnungen von Gut und Böse brechen, zeigen, was psychisch mit den Menschen geschehen ist, nachdem die Nazis an die Macht gekommen waren, um verhindern zu helfen, daß es noch einmal dazu kommt."
Achim Perner, Arbeitshefte Kinderpsychoanalyse
In systematisierender Form setzt sich Federn mit den Grundmerkmalen und Methoden einer Psychologie der Extremsituation auseinander. Allgemein als "Terror" definiert, unterscheidet er dabei zwischen physischer und psychischer Folter, deren Verknüpfung das System Konzentrationslager als "höchstentwickelte" Form der zynischen Barbarei kennzeichnet. Dabei lehnt Federn zugleich populäre Begriffe wie den der "Kollektivschuld" ab und liefert stattdessen eine differenzierte Sicht auf das Innenleben des Lagers, das sich als verkleinertes Abbild des kompletten Nazi-Regimes darstellt.
Federns Ausführungen werden ergänzt durch Beiträge von Bernhard Kuschey, Wilhelm Rösing und Maritha Barthel-Rösing sowie von Roland Kaufhold, die sich mit Federns Leben und seinem Werk auseinandersetzen. Der Anhang liefert zusätzlich eine Studie von Federn über das Konzentrationslager und eine Dokumentation des Briefwechsels mit Bruno Bettelheim, den er im Konzentrationslager Buchenwald kennenlernte, aus den Jahren 1945 bis 1989. Inhalt
Vorwort zur Neuauflage
Roland Kaufhold
Vorwort
Ernst Federn
Einleitung
Roland Kaufhold
Teil 1
Versuche zur Psychologie des Terrors
Versuch einer Psychologie des Terrors (1946/1989)
Ernst Federn
Einige klinische Bemerkungen zur Psychopathologie des Völkermords (1960/1969)
Ernst Federn
Mechanismen des Terrors (1996)
Ernst Federn
Teil 2
Ernst Federns Erinnerungen an Mithäftlinge
Fritz Gru nbaums 60. Geburtstag im Konzentrationslager (1945)
Ernst Federn
Gemeinsam mit Robert Danneberg im KZ (1973)
Ernst Federn
Bruno Bettelheim und das Überleben im Konzentrationslager (1994)
Ernst Federn
Teil 3
Studien u ber Ernst Federns Versuche zur Psychologie des Terrors
Das Leben Ernst Federns im absoluten Terror des nationalsozialistischen Lagersystems
Bernhard Kuschey
Überleben im Terror Ernst Federns Geschichte. Zur Entstehung des Filmes mit Ernst Federn und Hilde Federn
Wilhelm Rösing & Maritha Barthel-Rösing
Material zur Geschichte der Psychoanalyse und der Psychoanalytischen Pädagogik: Zum Briefwechsel zwischen Bruno Bettelheim und Ernst Federn
Roland Kaufhold
Anhang
Der Terror als System: Das Konzentrationslager (1945) (Mit einer Einfu hrung von W. Rösing)
Ernst Federn
Dokumentation des Briefwechsels Bruno Bettelheim Ernst Federn
Literatur
Die Autorinnen und Autoren Ernst Federn studierte Rechts- und Staatswissenschaften. Während des Studiums wurde er aufgrund seiner politischen Aktivität als revolutionärer Sozialist im Austrofaschismus verhaftet und von der Gestapo als "politischer Gefangener" nach Dachau und später nach Buchenwald deportiert. Nach seiner Befreiung 1945 emigrierte er in die USA, wo er die Ausbildung zum Sozialarbeiter und Psychotherapeut absolvierte. 1972 von Bundeskanzler Dr. Bruno Kreisky nach Wien zurückgeholt, war Federn bis 1987 als psychoanalytischer Psychotherapeut und sozialpsychologischer Berater in Strafanstalten tätig. Als Herausgeber der historischen Protokolle der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung, deren Ehrenmitglied er war, wurde Federn von der Gesamthochschule Kassel für sein Lebenswerk die Ehrendoktorwürde verliehen.
(Stand: Nov. 2013)
Hier kann man sich Hilde und Ernst Federn im Gespräch mit mit Peter Bruendl über Psychoanalyse, Sprache und Gesellschaft ansehen:
http://daoweg.wordpress.com/2012/01/15/ernst-federn-uber-freuds-psychoanalyse-15/ Roland Kaufhold wurde in der Nähe Kölns geboren. Abgeschlossene Hochschulstudien in Köln als Sonderschullehrer und als Dipl.-Päd. Seit 1989 Tätigkeit als Sonderschullehrer an einer Förderschule für Sprachbehinderte in Köln.
2000 promovierte er an der Fakultät für Erziehungswissenschaften der Universität Hamburg zum Dr. phil. mit einer Studie über die emigrierten jüdischen Psychoanalytischen Pädagogen Bruno Bettelheim, Rudolf Ekstein und Ernst Federn.
Seine Forschungsschwerpunkte sind: Biographieforschung zu emigrierten jüdischen Psychoanalytischen Pädagogen und Psychoanalytikern, Geschichte, Theorie und Praxis der Psychoanalytischen Pädagogik, Traumatisierungen und Bewältigungsformen, Shoah sowie Israel und jüdische Biographien.
Regelmäßige Publikationen in Jüdische Allgemeine, Jüdische Zeitung, jüdisches Internetmagazin haGalil (www.hagalil.com) und Website www.psyalpha.net, psychosozial, Kinderanalyse, PSYCHE, Tribüne, Luzifer-Amor, Newsletter des Fritz Bauer Instituts, Jahrbuch für Psychoanalytische Pädagogik, Behindertenpädagogik sowie in GEW-Zeitschriften.
Er ist Mitglied der GEW; der Freunde des israelisch-palästinensischen Friedensdorfes Neve Shalom/Wahat al-Salam e.V; Unterstützung der israelisch-palästinensischen Genfer Initiative sowie des Deutsch-israelischen Arbeitskreises für Frieden im Nahen Osten e.V. Er ist Mitglied des von Reto Stadelmann Ende 2006 gegründeten Kölner Bläser-Kunstorchesters KWAGGAWERK, das sich an der Schweizer Tradition der Guggenmusik orientiert.
Veröffentlichungen u.a.:
Kaufhold, R. (Hrsg.) (1993): Pioniere der Psychoanalytischen Pädagogik: Bruno Bettelheim, Rudolf Ekstein, Ernst Federn und Siegfried Bernfeld, psychosozial Nr. 53 (1/1993).
Kaufhold, R. (Hrsg.) (1994): Annäherung an Bruno Bettelheim, Mainz 1994 (M. Grünewald).
Kaufhold, R. (Mithg.) (2003): "So können sie nicht leben" Bruno Bettelheim (1903 1990). Zeitschrift für Politische Psychologie 1-3/2003.
Kaufhold, R. (2003): Uri Avnery: Ein Porträt. In: Uri Avnery (2003): Ein Leben für den Frieden. Heidelberg (Palmyra), S. 258 287.
Kaufhold, R. (2007): Traumatisierung überleben und verarbeiten - Leben und Werk des Pioniers der Psychoanalyse Ernst Federn. In: Matthias Krisor, Kerstin Wunderlich (Hrsg.)
(2007): Gerade in schwierigen Zeiten: Gemeindepsychiatrie verankern Internationale Beiträge , Lengerich, Berlin (Pabst Science Publishers), S. 182 199.
Kaufhold, R. (2008): Documents Pertinent to the History of Psychoanalysis and Psychoanalytic Pedagogy: The Correspondence Between Bruno Bettelheim and Ernst Federn. In: The Psychoanalytic Review , Vol. 95, No. 6/2008 S. 887-928 (New York).
Kaufhold, R.: Biographie Edith Buxbaums: www.edithbuxbaum.com
Kaufhold, R. (2010): Themenschwerpunkt zu Bruno Bettelheim auf haGalil: www.hagalil.com/archiv/2010/03/09/bettelheim-einfuehrung
Kaufhold, R. (2012) (Mithg.): Jüdische Identitäten in Deutschland nach dem Holocaust, Psychoanalyse. Texte zur Sozialforschung Bernhard Kuschey wurde kurz nach dem Abschluss des Österreichischen Staatsvertrages in Klagenfurt/Celovec geboren. Studium der Geschichte, Ausbildung zum Sportlehrer, engagiert in kulturellen und politischen Initiativen in Wien. Seit 1982 Lehrer an einem Wiener Gymnasium, seit 1987 in einem Arbeitsbündnis mit Ernst und Hilde Federn. Ein umfangreiches Forschungsprojekt des österreichischen Wissenschaftsfonds ist wesentliche Grundlage publizistischen Tätigkeit von Bernhard Kuschey über Ernst und Hilde Federn. Marita Barthel-Rösing ist Gruppenlehranalytikerin (DAGG), Balintgruppenleiterin (DAGG) und analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin in eigener Praxis in Bremen.



