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Description
(Short description)
Wie verhalten sich Psychoanalyse und tiefenpsychologische Psychotherapie zueinander? Ist Letztere nur eine unreine Anwendung der Psychoanalyse? In den im vorliegenden Band versammelten Texten, plädiert der Autor für eine systematischen Unterscheidung zwischen Methode und Techniken der Psychoanalyse.
(Text)
Seit den Anfängen der Psychoanalyse wurde das Verhältnis zu ihren Anwendungen oft bedacht. Auch Sigmund Freud setzte sich mit diesem Thema auseinander. Seine Position war dabei zwiespältig: Einerseits bot er das Konzept der Verunreinigung an, um der Analyse einen erweiterten Spielraum zu eröffnen, andererseits sprach er davon, dass die Anwendung der Analyse in der Krankenbehandlung vielleicht nicht das Wichtigste sei. In immer neuen Anläufen wurde seitdem versucht, das Verhältnis der reinen Analyse zu ihren Anwendungen zu klären. »Ist das noch Psychoanalyse?« wurde zur Gretchenfrage.Ein grundlegendes Problem ergab sich daraus, dass Freud nicht systematisch zwischen der psychoanalytischen Methode und ihrer Technik unterschied. Freud neigte zwar zum Systematisieren, war aber skeptisch jedem wissenschaftlichen System gegenüber, das sich zum Dogma erhebt. In seiner Nachfolge wurde die Psychoanalyse zwar dogmatisch gelehrt und vertreten, die Methodenseite des Systems aber vernachlässigt, weil eine exquisite Behandlungstechnik zur Norm erhoben und mit der Methode gleichgesetzt wurde.Die im vorliegenden Band versammelten Texte plädieren für eine systematische Unterscheidung zwischen der Methode und Techniken der Psychoanalyse. Die Methode nimmt dabei eine essayistische Form an, mit immer neuen Versuchen, das Handeln mit dem Verstehen zu verbinden.
(Table of content)
InhaltMethode und TechnikenEine Einleitung, die als Vorwort und als Nachwort gelesen werden kann»Die wissenschaftliche Situation der Psychoanalyse«Psychoanalytische Methode in der AusbildungDer Methodenbrief(Antwort auf die Diskussionsbemerkung von Herrn Höhfeld vom 1.12.95)Zur Frage der LehranalyseDie neue LaienfrageProfessionalisierung der Psychotherapie und Verlust der Psychoanalyse als AnthropologiePsychoanalyse in der psychotherapeutischen Landschaft: Eine unter vielen?Psychoanalyse als Beruf und als LebenskunstÜber die zukünftigen Chancen der Psychoanalyse - oder besser: des psychoanalytischen ProjektsVom Nutzen und Nachteil des Hier und Jetzt im psychoanalytischen ProzessInnere und äußere Realität: Grenze und NormAlltagsverstehen und die Kunst des VerstehensDie tiefenpsychologische Methode und Variationen psychoanalytischer BehandlungstechnikFreud lesen: mit dem Ende beginnenMethodenintegration aus Sicht der psychodynamischen PsychotherapieNeue Aufgaben der Psychotherapie?- Sollen Psychotherapeuten krankschreiben, einweisen und Psychopharmaka verordnen dürfen?Einige kurze Überlegungen zum Tagungsthema: »Ich sehe was, was Du nicht siehst«Literatur



