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Description
Vom Abbild zur Handlung: Wegweisende Verbindungen von Neurobiologie und Ontologie auf dem Weg zu einem prozessualen Perspektivismus.
Wie entsteht Sinn in einer Welt, die wir nicht einfach abbilden, sondern handelnd bewohnen? In Die Philosophie der enaktiven Inferenz entwirft Gerd Leidig eine Philosophie, die Bewusstsein nicht als abgeschlossenen Innenraum versteht, sondern als lebendige Form der Weltteilhabe. Wahrnehmen, Fühlen, Denken und Handeln bilden ein dynamisches Gefüge, in dem sich Selbst und Welt fortwährend wechselseitig bestimmen. Im Zentrum steht ein prozessualer Perspektivismus: Jede Erfahrung ist situiert, verkörpert und fehlbar - aber gerade deshalb wahrheitsfähig, korrigierbar und verantwortbar. Leidig zeigt, wie enaktive Inferenz zu einer neuen Sprache für Selbst, Freiheit und Sinn werden kann: jenseits von Reduktionismus, Relativismus und alten Gegensätzen von Geist und Natur.
Gerd Leidig (Dr. rer. nat.), geb. 1962, ist Wissenschaftsjournalist und untersucht die philosophischen Antworten auf Fragen, die sich aus der modernen Gehirnforschung ergeben.



