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Description
Nationalparks als Orte der alltäglichen Aushandlung von Nationen - eine praktiken- und ortstheoretische Erkundung aus den Anden und Alpen.
Nationalparks sind weit mehr als Naturschutzgebiete: Sie sind Orte, an denen Nationen präsentiert, erlebt und sozial-räumlich ausgehandelt werden. Am Beispiel von Argentinien und Slowenien zeigt Jessica Balling auf Basis von Orts-, Praktiken- und Nationentheorien, wie Natur(schutz) als Anker nationaler Vorstellungen fungiert, wie die Inszenierung von Kulturerbe Erinnern und Vergessen der Nationenbildung einschließt, wie ein sozial-ökologisches Naturschutzverständnis ein hybrides Nationenverständnis fördert und welche Rolle Tiere und Pflanzen dabei einnehmen. Damit eröffnet sie einen innovativen kultur- und politisch-geographischen Blick auf Nationalparks, der weit über disziplinäre Grenzen hinaus relevant ist.
Jessica Balling ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrbeauftragte in der Arbeitsgruppe Glokale Entwicklung und Nachhaltigkeitsforschung an der Universität Innsbruck. Die Humangeographin promovierte im Rahmen des DFG-Graduiertenkollegs 2589 »Practicing Place: Soziokulturelle Praktiken und epistemische Konfigurationen« an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Mensch-Umwelt-Beziehungen, sozial-ökologische Transformation sowie die Aushandlung von Nationen im Kontext von Naturschutz und Kulturerbe. Regional konzentriert sie sich dabei auf Argentinien, Slowenien und Österreich.



