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Description
Gewalt und Unterwerfung als vertretbare Wege zur Herrschaft: die Vertragstheorie von Thomas Hobbes als nachträgliche Legitimation von Zwang.
Thomas Hobbes' politische Philosophie begreift Gewalt und Unterwerfung nicht als Ausnahme, sondern als integralen Bestandteil legitimer Herrschaft. Der Philosoph unterscheidet nicht zwischen freiwilliger Staatsgründung und gewaltsamer Aneignung. Wolfgang Ruppert entlarvt mithilfe des Domination Contract von Charles W. Mills Hobbes' Vertragstheorie als »nicht-ideal«. Dabei stellt der Vertrag nicht den Ursprung der Verpflichtung dar, sondern er dient dazu, auf Gewalt basierende einseitige Zwangsverhältnisse im Nachhinein als willentliche, beidseitige Verpflichtungsverhältnisse umzudeuten. Dieser Zwang betrifft nicht nur die amerikanischen Ureinwohner, die Hobbes als Beispiel für den real existierenden Naturzustand gelten, sondern auch die Bürger Englands.
Wolfgang Ruppert (Dr. phil.) arbeitet er als Journalist. Er studierte an der Universität Regensburg den Master Demokratiewissenschaft und promovierte anschließend im Fachbereich Praktische Philosophie an der Universität Bielefeld.



