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Description
Szenarien und Prognosen als zentrale Verfahren der Zukunftsbearbeitung: interdisziplinäre Perspektiven auf epistemische, ästhetische und politische Dimensionen.
Mittels Prognosen und Szenarien beobachten Gesellschaften die Bedingungen ihrer Reproduktion in einer ungewissen Zukunft. Die Beiträger*innen versammeln interdisziplinäre Perspektiven auf Szenarien und Prognosen als zentrale Verfahren kulturell spezifischer Zukunftsbearbeitung. Sie beleuchten, wie Szenarien Handlungsspielräume öffnen und zugleich verengen, wie Prognosen trotz notorischer Fehlbarkeit Erwartungen ordnen und wie algorithmische Systeme neue Formen autoritärer Zukunftsbilder hervorbringen. Im Fokus stehen dabei die epistemischen, ästhetischen und politischen Dimensionen dieser Modelle sowie die damit einhergehenden Praktiken in so unterschiedlichen Zusammenhängen wie Architektur, Literatur, Digitalität, Umwelt- und Gesundheitspolitik.
Eryk Noji (Dr.) ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Technik- und Innovationssoziologie an der Technischen Universität Berlin. Zuvor war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrgebiet Soziologische Gegenwartsdiagnosen der FernUniversität in Hagen und hat dort die interdiszplinäre Forschungsgruppe Figurationen von Unsicherheit koordiniert. Seine Dissertation Die Kybernetisierung des Selbst. Digitale Selbstvermessung als kybernetische Selbstthematisierung ist 2024 bei Springer VS erschienen.
Alexander Schröder ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie an der FernUniversität in Hagen und lehrt in den Bereichen Umwelt- und Arbeitssoziologie. Zuvor war er Lehrbeauftragter zur Religionsanthropologie und dekolonialen Theorie mit Fokus auf Mensch und Ökologie an der Ruhr-Universität Bochum. In seinem Promotionsprojekt setzt er sich mit alternativen Weisen auseinander, mehr-als-menschliches Zusammenleben zu denken und zu praktizieren.
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