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Description
Das Aufhören als praktisches und ästhetisches Problem: kultur-, literatur- und sozialwissenschaftliche Perspektiven.
Anfänge und Enden haben die Geisteswissenschaften seit jeher fasziniert. Doch weder mit Narrativen vom Ende noch mit dem Ende als Denkform beschäftigen sich die Beiträger*innen, sondern mit dem Aufhören als praktisches und ästhetisches Problem. Alle Formen sozialen Handelns sind in Gewohnheiten eingefasst, die sich durch ihre Trägheit auszeichnen. Nicht nur für den Exzess und alle Formen von Abhängigkeit gilt deshalb: Aufhören ist bisweilen schwierig. Anstatt das Aufhören als Lösung für die multiplen Krisen der Gegenwart zu behandeln, begreifen sie es zunächst selbst als ein Problem, das gelöst werden muss, und sondieren aus kultur-, literatur- und sozialwissenschaftlicher Perspektive, wie aufgehört werden kann.
Laura M. Reiling (Dr. phil), geb. 1990, ist Literatur- und Kulturwissenschaftlerin am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI). Nach dem Studium der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft in Berlin, Zürich und Münster und der Promotion im Bereich Literatur und Wissen(schaft) an der Universität Münster und der a.r.t.e.s. Graduate School in Köln war sie in der Wissenschaftskommunikation tätig. Am KWI forscht sie u.a. zu Ecocriticism, Nature Writing, Climate Fiction und Gegenwartsliteratur.
Wolfgang Hottner (Dr. phil.), geb. 1987, ist Professor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaften an der Universität Bergen, Norwegen. Er war Gastwissenschaftler an der Universität Tokio, am IFK in Wien und an der FU Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte bilden die europäische Literatur vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart, Ästhetik und Literaturtheorie.
Besprochen in:
Podcast 'Wissenschaft im Gespräch: Multipler Wettbewerb im Hochschulsystem'



