Description
Als soziale und religiöse Räume befinden sich Moscheen in einem stetigen Wandel. Dabei müssen sie unterschiedliche Erwartungen von Gläubigen und Gesellschaft ausbalancieren.
Was macht eine Moschee aus? In ihrer Untersuchung der Strukturen und zentralen Angebote »Gebet«, »Bildung« und »öffentliche Veranstaltungen« gibt Veronika Rückamp Einblicke in das Alltagshandeln in Moscheen. Anhand qualitativer Interviews und Feldforschung in Zürich und Wien zeigt sie, dass sich Moscheen in einem Spannungsfeld zwischen sich wandelnden Mitgliedererwartungen und externen Einflüssen befinden und sich dabei immer wieder neu definieren müssen. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag, um Moscheen in der Schweiz und in Österreich jenseits von Integrationsfragen besser zu verstehen.
Veronika Rückamp, geb. 1981, ist Religionswissenschaftlerin und hat am religionswissenschaftlichen Seminar der Universität Luzern promoviert. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Islam in Europa, religiöse Gegenwartskultur, Organisationssoziologie und qualitative Forschungsmethoden.
»Veronika Rückamp leistet [...] einen wichtigen Beitrag zum Verständnis des sozialen Raumes Moschee hinsichtlich der Prozesse ihrer Institutionalisierung und Ausdifferenzierung im Spannungsfeld kontextueller Zwänge und interner Erwartungshaltungen in der Einwanderungsgesellschaft.«
Marcel Klapp, Zeitschrift für Ethnologie, 147/1-2 (2022) 20230116


