Description
Transkulturelle Mehrfachzugehörigkeit bestimmt als Problem und Chance nicht nur die Gegenwart, sondern wird in diesem Band als kulturhistorisches Phänomen erkennbar.
Warum gilt der Komponist und Pianist Anton Rubinstein einigen als Russe und anderen als Deutscher? Anhand dieser und weiterer transkultureller Biographien von Komponisten, Schriftstellerinnen, Angehörigen der Herrnhuter Brüdergemeine, aber auch von Artefakten u.a., analysieren die Beiträge des Bandes die eigenen sowie zugeschriebenen Einordnungen in gesellschaftliche Kontexte. Betrachtet werden vor allem soziale, kulturelle und religiöse Zugehörigkeiten - und Mehrfachzugehörigkeiten - von Einzelnen und Gruppen, die zudem historischer Wandlung unterliegen.
Dagmar Freist ist Professorin für die Geschichte der Frühen Neuzeit an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und leitet seit Januar 2018 das Akademieprojekt »Prize Papers«. Sie ist stellvertretende Co-Sprecherin des DFG-Graduiertenkollegs »Selbst-Bildungen«. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Öffentlichkeit und politische Kultur, religiöse Pluralisierung, Netzwerkforschung und Kulturtransfer sowie Praktiken der Subjektivierung in historischer und transkultureller Perspektive.
Sabine Kyora ist Professorin für Deutsche Literatur der Neuzeit an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und stellvertretende Co-Sprecherin des DFG-Graduiertenkollegs »Selbst-Bildungen«.
Melanie Unseld ist Musikwissenschaftlerin an der mdw Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Sie leitete 2019-2022 das Forschungsprojekt »Musical Crossroads. Transatlantic Cultural Exchange 1800-1950«.
»Für Forscher*innen aus den Feldern der Musikwissenschaft, der Germanistik und Geschichtswissenschaft, die sich mit kulturhistorischen Phänomenen beschäftigen, ist dieses Buch eine wertvolle Bereicherung.«
Ulrich Paetzold, www.socialnet,.de, 22.05.2020 20200522


