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Description
(Text)
Eine literarische Reise durch die Ukraine des frühen 20. Jahrhunderts: durch Dörfer, Städte und Revolutionen. Die Texte sind allesamt Meisterwerke der Erzählung.Katja Petrowskaja stellt mit dieser sorgsam komponierten Sammlung die Vielschichtigkeit ukrainischer Erzählungen und Novellen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vor. Die modernistische Weltsicht wechselt mit realistischen Erzählungen, ornamentale Prosa mit poetischen Skizzen. In den Texten stehen sich das städtische Leben der oberen Schichten und die Dörfer mit ihren verbindungstiftenden Sitten und gleichzeitig erschreckender Armut, farbenreiche halb-folkloristische mit schlichten alltäglichen Szenen gegenüber. Diese Welt befand sich gerade im Wandel, eine neue Zeit begann mit anderen sozialen, kulturellen und historischen Bewegungen. In vielen Erzählungen kommt ein Zug als Ort der menschlichen Begegnungen vor; er steht symbolisch für eine neue Epoche der sozialen Umbrüche und technischen und gesellschaftlichen Revolutionen. Die Textauswahl präsentiert die Vielfalt eines großen Landes und die Modernität seiner Literatur von Iwan Franko bis Warwara Tscherednytschenko. Für alle, die einen Zugang zur zeitgenössischen ukrainischen Literatur bekommen möchten, ist dieses Buch ein Muss: vielstimmig, sensibel, von eindringlicher Schönheit.
(Author portrait)
Katja Petrowskaja, geb. 1970 in Kyjiw, zählt zu den bedeutendsten deutsch-ukrainischen Stimmen der Gegenwart. Ihr Werk wurde bereits vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis und dem Ernst-Toller-Preis. Zuletzt erschien »Als wäre es vorbei. Texte aus dem Krieg« (2025)Claudia Dathe, geb. 1971, arbeitet seit 2005 in Projekten zum literarischen Übersetzen, zum Kulturaustausch und zur politischen Bildung und übersetzt Literatur aus dem Ukrainischen und Russischen. Für ihr Engagement um die Vermittlung ukrainischer Literatur im deutschsprachigen Raumwurde sie mehrfach ausgezeichnet.Tanja Maljartschuk, geb. 1983, ist eine ukrainische Schriftstellerin und Essayistin. Sie lebt seit 2011 in Wien, ihre Werke wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. 2018 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis der Stadt Klagenfurt, und in zahlreiche Sprachen übersetzt.



