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Description
Geschrieben in einer verbotenen Sprache - jetzt kehrt die feinfühlige, intelligente Prosa von Lesja Ukrajinka in den europäischen Kanon zurück.Frauen, die mehr verdienen als ihre Partner, häusliche Gewalt, späte Mutterschaft und soziale Ungerechtigkeit: Schon um 1900 wagte es die ukrainische Schriftstellerin Lesja Ukrajinka Themen aufzugreifen, die teils heute noch tabuisiert werden. Dafür wurde sie von ihren männlichen Kollegen als »der einzige Mann in der ukrainischen Literatur« bezeichnet - ein Ausdruck, der auf die männliche Dominanz im Literaturbetrieb ihrer Zeit und die thematischen Schwerpunkte in den von Männern und Frauen verfassten Werken anspielte. Lesja Ukrajinka, die zeitlebens mit ihrer Tuberkulose-Erkrankung kämpfte, durchbrach diese Konventionen: Ihre Kurzprosa spiegelt die europäischen Strömungen des Fin de Siècle und greift zentrale Diskurse der Zeit auf wie überkommene Rollenbilder, die Frage nach der Grenze zwischen Vernunft und Wahnsinn, Orientalismus und die Nietzsche-Rezeption. Ihre Sprache moduliert detailgenaue und atmosphärisch dichte Szenen. »Am Meer« richtet sich an alle, die sich für die europäische Moderne, feministische Literatur und postkoloniale Perspektiven interessieren.Der zweite Band der »Ukrainischen Bibliothek« enthält eine repräsentative Auswahl aus dem Prosawerk Ukrajinkas. Lesja Ukrajinka (1871-1913), geb. als Laryssa Kosatsch, war eine ukrainische Schriftstellerin, Dramatikerin, Übersetzerin und Vertreterin der Frauenbewegung. Sie sprach mehrere Sprachen und übersetzte u. a. Werke von Shakespeare und Heine ins Ukrainische. Krankheitsbedingte Kuraufenthalte in Europa, Ägypten und auf der Krim prägten ihr Werk ebenso wie ihre Auseinandersetzung mit Identität, Unterdrückung und künstlerischer Autonomie. Ihr Pseudonym »Ukrajinka« wählte sie bewusst als Bürgerin eines Imperiums, das Publikationen in ukrainischer Sprache verbot. Erstmals erscheinen nun ihre Prosatexte in deutscher Übersetzung. Tanja Maljartschuk, geb. 1983, ist eine ukrainische Schriftstellerin und Essayistin. Sie lebt seit 2011 in Wien, ihre Werke wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. 2018 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis der Stadt Klagenfurt, und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Maria Weissenböck, geb. 1980 in Wien, studierte Angewandte Sprachwissenschaft und Slawistik in Wien, St. Petersburg und Lwiw. Seit 2005 übersetzt sie aus dem Ukrainischen und Weißrussischen, dolmetscht im Kulturbereich und moderiert Lesungen. Tanja Maljartschuk, geb. 1983, ist eine ukrainische Schriftstellerin und Essayistin. Sie lebt seit 2011 in Wien, ihre Werke wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. 2018 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis der Stadt Klagenfurt, und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Claudia Dathe, geb. 1971, arbeitet seit 2005 in Projekten zum literarischen Übersetzen, zum Kulturaustausch und zur politischen Bildung und übersetzt Literatur aus dem Ukrainischen und Russischen. Für ihr Engagement um die Vermittlung ukrainischer Literatur im deutschsprachigen Raumwurde sie mehrfach ausgezeichnet. Tanja Maljartschuk, geb. 1983, ist eine ukrainische Schriftstellerin und Essayistin. Sie lebt seit 2011 in Wien, ihre Werke wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. 2018 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis der Stadt Klagenfurt, und in zahlreiche Sprachen übersetzt. »(Die) ukrainische Bibliothek (macht) ukrainische Klassiker greifbar (...). Es ist höchste Zeit.« (Karl-Markus Gauß, Der Standard, 21.2.26) »Magisch, realistisch, allegorisch, verführerisch sind die Geschichten der ukrainischen Patriotin, die mit ihrem Ton und der strikten Beibehaltung ihrer Muttersprache als Sprache für ihr Schreiben einen beeindruckenden Akzent setzte.« (Nora Gomringer, Bücher Magazin, Februar/März 2026) »Eine dezidiert weibliche Stimme in der ukrainischen Literatur« (Ulrich M. Schmid, Neue Zürcher Zeitung, 20.12.2025) »Es ist eine streng hierarchische, bigotte alte Welt, die Lesja Ukrajinka mit psychologischem Feinsinn entfaltet, In kristallklar geschliffener Sprache in der Übertragung ins Deutsche von Maria Weissenböck.« (Dorothea Breit, WDR 5 Westart, 03.12.2025) »(Ukrajinkas) Erzählungen überraschen und überzeugen mit einer Klarheit und Direktheit, die ihresgleichen sucht.« (Astrid Nischkauer, Zwischenwelt - Literatur/Widerstand/Exil, Dezember 2025) »Ukrajinkas Erzählungen bestechen durch eine realistische Figurenzeichnung und eine lebendige, atmosphärische Dichte.« (Philipp Ramer, NZZ am Sonntag, 30.11.2025) »(Ein) strahlendes Buch« (Nico Bleutge, Deutschlandfunk Büchermarkt, 26.10.2025) »(Eine) wunderbare Reihe (...) Die Bücher (...) lohnen sich sehr.« (Uli Hufen, WDR Westart Lesen, 25.10.2025) »Eine sehr moderne Literatur, auch in der Wahl der Sujets.« (Olga Hochweis, DLF Kultur Studio 9, 21.10.2025) »Ukrajinkas von Maria Weissenböck exquisit übersetzte Prosa beeindruckt durch die präzise Sprache und scharfe Wahrnehmung psychosozialer Signale während der Belle Époque am westlichen Rand des russischen Reiches.« (Kerstin Holm, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.10.2025)



