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Description
(Short description)
Das Philantropin (1804-1942) war eine weit über die Grenzen von Frankfurt am Main hinaus beachtete jüdische Schulgründung des beginnenden 19. Jahrhunderts. Sie diente dem Zweck, Frankfurter Juden durch Bildung als Vorreiter einer gänzlich neu gedachten bürgerlichen Gesellschaft vorzubereiten und damit letztlich rechtlich zu emanzipieren. Das radikalaufklärerische Konzept der Schule war im frühen 19. Jahrhundert indessen innerhalb der jüdischen Gemeinde, aber auch im Lehrerkollegium nicht unumstritten. André Griemert zeichnet das Schulkonzept und die heftigen publizistischen Konflikte vor dem Hintergrund der Bildungsdebatte der Spätaufklärung nach. Differenziert und methodisch innovativ setzt er sich mit dem nicht nur für die Geschichte Frankfurts, sondern auch für die deutsch-jüdische Bildungsgeschichte insgesamt wichtigen Thema auseinander.
(Text)
Das Philantropin (1804-1942) war eine weit über die Grenzen von Frankfurt am Main hinaus beachtete jüdische Schulgründung des beginnenden 19. Jahrhunderts. Sie diente dem Zweck, Frankfurter Juden durch Bildung als Vorreiter einer gänzlich neu gedachten bürgerlichen Gesellschaft vorzubereiten und damit letztlich rechtlich zu emanzipieren. Das radikalaufklärerische Konzept der Schule war im frühen 19. Jahrhundert indessen innerhalb der jüdischen Gemeinde, aber auch im Lehrerkollegium nicht unumstritten. André Griemert zeichnet das Schulkonzept und die heftigen publizistischen Konflikte vor dem Hintergrund der Bildungsdebatte der Spätaufklärung nach. Differenziert und methodisch innovativ setzt er sich mit dem nicht nur für die Geschichte Frankfurts, sondern auch für die deutsch-jüdische Bildungsgeschichte insgesamt wichtigen Thema auseinander.
(Table of content)
1 Einleitung
2 Die Ausgangslage
2.1 DieProtagonistenundihreSchriften
2.2 Wohin führt der Weg
3 Die Debatte über das Erziehungsobjekt Jude
3.1 Die überregionale Debatte
3.1.1 Der Impulsgeber.
3.1.2 Der Auftraggeber
3.1.3 Die Rezeption
3.1.4 Der christliche Judenhass im Zeichen der Reaktion
3.2 Die regionale Debatte in Frankfurt am Main
3.2.1 Die Politik des Senats
3.2.2 Die christliche Ö entlichkeit
3.2.3 Dalberg und das jüdische Erziehungswesen
3.2.4 Die Kritik der Traditionalisten
3.3 Zwischenergebnis
4 Vom Erziehungsobjekt zum jüdischen Musterbürger
4.1 Bildungs-und gesellschaftspolitische Bedingungsanalysen
4.2 Die Suche nach dem Weg der Reform
4.2.1 Voraussetzungen erfolgreicher Schularbeit
4.2.2 Bildungs-und gesellschaftspolitische Schulziele
4.3 Fazit
4.4 Die Bildung des Musterbürgers
4.4.1 Das Modell der allgemeinen Menschenbildung
4.4.2 Die Institutionalisierung des Modells der allgemeinen Menschenbildung
4.4.3 Die religiöse Reform des Judentums
4.5 Fazit
4.6 Die Konfessionalisierung des Judentums zur bürgerlichen Religion
4.7 Die religiöse Reform und ihre Verbürgerlichungsmedien
4.8 Fazit
4.9 Kindheit, Elternschaft und Jünglingskonzept
4.10 Die antitraditionelle Bildung des jüdischen Mädchens
4.11 Die staatsbürgerliche Erziehung
4.12 Die Krise des Philanthropins nach 1813
4.12.1 Verteidigung der Schule gegen jüdische Kritik
4.12.2DasPhilanthropinimZeichenchristlicherReaktion
5 Zusammenfassende Bewertung
5.1 Das Philanthropinals Verbürgerlichungsagentur
5.2 Eine jüdische Nationalerziehung
5.3 Von der Amalgamationstheorie zur integrativen Akkulturation
5.4 Das Modell der allgemeinen Menschenbildung
5.5 Die Lehre von der Tradition
5.6 Mädchenbildung als passive Absicherung der jüdischen Verbürgerlichung
6 Abschließende Thesen
A Anhang
A.1 Brief Karl Theodor von Dalbergs
A.2 Schema des Modells der allgemeinen Menschenbildung
B Abkürzungsverzeichnis
C Bibliographie
C.1Quellen
C.1.1Archive
C.1.2 Frankfurter Zeitungen und Zeitschriften
C.1.3 Zeitschriften der Aufklärung
C.1.4 Veröffentlichungen der Lehrer
C.1.5 Unzugängliche Schriften der Lehrer.
C.1.6 Diverse Quellen
C.2 Literatur
D Index



