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Description
Spiritualität ist für viele Menschen in unserer Gesellschaft ein wichtiger Bereich ihres Lebens. Demgegenüber tun sich die akademische Psychologie, wissenschaftlich fundierte Psychotherapie und Psychiatrie seit jeher schwer mit spirituellen Themen, insbesondere mit spirituellen Erfahrungen. Die Fachdiskussionen bezüglich Spiritualität sind demzufolge äußerst kontrovers und emotionsgeladen. Letztlich geht es aber um das Wohl der Patient:innen. Es wird argumentiert, dass Psychotherapie kein weltanschaulich neutrales Heilverfahren ist. Tatsächlich haben Menschenbilder einen erheblichen Einfluss auf das Gelingen einer Psychotherapie, wie empirische Studien belegen. In diesem Buch wird detailliert dargelegt, wie implizite philosophische Grundannahmen über den Menschen die Psychotherapie beeinflussen können, und welche Auswirkungen dies sowohl auf die psychotherapeutische Praxis als auch auf die Patient:innen hat. Für Psychotherapeut:innen werden Übungen angeboten, die die Selbstwahrnehmung im Umgang mit ihren Patient:innen fördern. Erfahrungsberichte und Fallvorstellungen vertiefen die Thematik. Das Buch präsentiert aber nicht nur minuziöse Analysen von Missständen, sondern zeigt auch Lösungswege auf, nämlich weg von einer Humanwissenschaft, die sich vor gesellschaftlichen Einflüssen abschottet, und hin zu einer Humanwissenschaft, die sich den Bedürfnissen der Gesellschaft öffnet. Auf philosophischer Ebene bedeutet dies: weg von einem Naturalismus, der auf einer materialistischen Leitideologie basiert, und hin zu einem balancierten pragmatischen Naturalismus, der die Wirklichkeit des Geistigen und des Materiellen prinzipiell als gleichwichtig und gleichwertig betrachtet. Dr. lic. phil. Susanne Jacobowitz ist promovierte Klinische Psychologin mit einem Master of Science in Biologie. Sie war psychotherapeutisch tätig in diversen psychiatrischen Kliniken als auch in eigener Praxis. Seit 1990 hält sie Vorträge und Seminare zum Thema Spiritualität und spirituelle Krisen.



