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Description
(Text)
Das moralisch Böse wird im Wirkungszusammenhang von Macht, instrumenteller Rationalität und schweren Persönlichkeitsstörungen generiert. Es ist dabei gleichermaßen als Ausgangspunkt wie als Resultat dieses Zusammenhangs zu betrachten. Als geschichtlich-gesellschaftliches Phänomen unterliegt es der Zurechenbarkeit der Gattung wie, in geringerem Masse, auch des einzelnen. Die Freiheit, den Gärungsprozess anders auszurichten, d. h. nach Zielen der Humanisierung und Zivilisierung der Menschen, und diesen entsprechend durchzuführen, darf als transzendentale unterstellt und weiterhin vorausgesetzt werden. In der theoretischen wie praktischen Weigerung, diese wenngleich auch beschränkte Freiheitsmöglichkeit zu nutzen und, wo immer sie greifbar und umsetzbar werden konnte, zu hintertreiben und zu zerstören, insofern sie den Machtinteressen zuwiderlauft, besitzt dieses moralisch Bose seinen innersten, es beständig reproduzierenden Kern. Von dieser Verantwortung, der die Gattung sich hartnackig versagt, kann sie nicht freigesprochen werden.
(Author portrait)
Würger-Donitza, Wolfgang
Wolfgang Würger ist nach Durchlauf des cursus honorum Privatgelehrter.



