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Description
Anfang der 1920er Jahre, zu Beginn der Harlem Renaissance, gründeten der Soziologe W.E.B. Du Bois, die Publizistin Jessie Redmon Fauset und der Gewerkschaftsorganisator Augustus Granville Dill die erste afroamerikanische Kinder- und Jugendzeitschrift der USA: das 'Brownies' Book'. Diese monatlich von Januar 1920 bis Dezember 1921 erscheinende Publikation vermittelte ein modernes Bild afroamerikanischer Kultur, das 'Blackness' nicht als Problem, sondern als Fundament einer aufstrebenden und selbstbewussten Gemeinschaft verstand. Die Modernität der Zeitschrift liegt in ihrer Medienreflexivität: in der kritischen und kreativen Revision rassistischer Bildsemantiken und Diskurse und in dem Drang, abwertende Darstellungen mit positiven Bildern und Narrativen zu ersetzen. Daniel Steins Untersuchung konzentriert sich auf den reflexiven Umgang der Zeitschrift mit populären Stereotypen, den Einsatz von Fotografien, die Bedeutung von Serialität, Periodizität, Materialität und Medialität sowie auf ihre didaktischen Potenziale.



