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Description
Steinkreise, Hügelgräber, dramatische Steilküsten: Warum erscheint Irland bis heute als geheimnisvolle keltische Kulturlandschaft? Marie Jonietz beleuchtet den Keltenmythos neu und führt ihn auf seine Wurzeln in der britischen Romantik zurück. Seit Macphersons Ossian prägten romantische Vorstellungen Europas Blick auf das "keltische" Irland. Im Irish Revival um 1900 gewann diese Imagination politische Bedeutung. Der Rückgriff auf eine keltische Vergangenheit ermöglichte die Abgrenzung von der britischen Kolonialherrschaft und wurde zum Bezugspunkt einer eigenen irischen Nationalidentität. Die Studie verbindet klassische Quellenarbeit mit Methoden der Digital Humanities. Eine historische Netzwerkanalyse macht sichtbar, wie unterschiedliche Akteur:innen das Bild der Kelten für ihre Ziele nutzten und wie ein romantischer Mythos kulturelle Praxis, politische Mobilisierung und nationale Selbstdefinition miteinander verband.



