Description
Adorno war zeitlebens ein passionierter Romanleser und veröffentlichte zahlreiche Essays zur Literatur. Doch nicht in seinen literaturkritischen Essays, sondern erst in seiner späten Musikphilosophie ist eine Romantheorie 'in nuce' versteckt. In poetologischen Gedankenexperimenten vergleicht er die Kompositionen Gustav Mahlers mit der Epik und arbeitet dabei eine materiale Formenlehre aus, die den Weg für neue ästhetische Erfahrungen freimacht - nicht zuletzt beim Lesen von Romanen. Claus Zittel greift Adornos Ansätze zu einer an der Musik zu gewinnenden 'Romantheorie' auf und denkt dessen philosophische, musik- und literaturwissenschaftliche Formideen und Gattungstheoreme so weiter, dass sie auch neuere Entwicklungen in der erzählenden Kunst begrifflich erfassen können.



