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Description
Das Interesse des Buches gilt der Poetik einer Sprache körperlicher Wahrnehmung im Untergrund allen Bewusstseins, die "eine andere Weise des Dienstes an der Wahrheit" (Lévinas) ermöglicht und jede etablierte Sprache des Wissens und der Macht in ihren Funktionen von Identifizierung und Diskriminierung verunsichert. Wir finden darin eine Sprache, deren Subjekt sich erst im Gewahrwerden einer ultimativen Entzogenheit von Wissen und Macht gegenüber allen lebendigen Subjekten konstituiert und eher den Inspirationen des Lebens als den Urteilen des Bewusstseins und der Erkenntnis dient. Als rezessive Subjektivität manifestiert sie sich in einer Geste des Sein-lassen, das sich jedes kognitiven Zugriffs auf die Welt und die Natur enthält. Die Bedingungen der conditio humana, das Gewahrsein der Endlichkeit, Fragilität und Exponiertheit, und die natürliche Transformativität des Lebens überhaupt finden in dieser poetischen Geste jenseits aller begrifflichen Eindeutigkeit die ihnen gemäße Sprache. Gert Hofmann lehrt deutsche Literatur und Literaturtheorie am University College Cork. Zuvor war er an der Hankuk University of Foreign Studies, Seoul, und an der Leibniz-Universität Hannover tätig. Einladungen führten ihn nach Rostock, Philadelphia, Seattle und Montreal. Er studierte Germanistik und Philosophie in Würzburg, Wien und Münster, promovierte in Würzburg und habilitierte sich in Rostock mit einer Studie zur "Ästhetik der Ohnmacht".



