Mein Bild - Meine Religion : Aspekte der Religion zu Bildern der Kunst

個数:

Mein Bild - Meine Religion : Aspekte der Religion zu Bildern der Kunst

  • 在庫がございません。海外の書籍取次会社を通じて出版社等からお取り寄せいたします。
    通常6~9週間ほどで発送の見込みですが、商品によってはさらに時間がかかることもございます。
    重要ご説明事項
    1. 納期遅延や、ご入手不能となる場合がございます。
    2. 複数冊ご注文の場合は、ご注文数量が揃ってからまとめて発送いたします。
    3. 美品のご指定は承りかねます。

    ●3Dセキュア導入とクレジットカードによるお支払いについて
  • 【入荷遅延について】
    世界情勢の影響により、海外からお取り寄せとなる洋書・洋古書の入荷が、表示している標準的な納期よりも遅延する場合がございます。
    おそれいりますが、あらかじめご了承くださいますようお願い申し上げます。
  • ◆画像の表紙や帯等は実物とは異なる場合があります。
  • ◆ウェブストアでの洋書販売価格は、弊社店舗等での販売価格とは異なります。
    また、洋書販売価格は、ご注文確定時点での日本円価格となります。
    ご注文確定後に、同じ洋書の販売価格が変動しても、それは反映されません。
  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 言語 GER
  • 商品コード 9783770545643

Description

Der Kunst wird gern eine besondere Nähe zur Religion nachgesagt. Ist das womöglich nur mehr ein Ondit aus der Vergangenheit, als man Kunstwerken noch zutraute, in einem tieferen Sinne zu denken zu geben, durch ihre Imaginationskraft die Weltsicht zu verändern und zu weiten, der Existenz des Betrachters ungeahnte Perspektiven zu erschließen - zugleich Kritik wie Öffnung des Daseins und der Religion ebenso?
Diese Vorstellung jedenfalls ist im Grunde romantisch, hat aber auch die Wiederentdeckung des Bildes im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts, wie sie von der kunstwissenschaftlichen Auseinandersetzung vornehmlich mit Werken der Moderne ausging, bewegt. Lange vor der Ausrufung des 'iconic turn' ging die Suche auf unbekannte oder verschollene Felder der Bedeutsamkeit, die sonst hinter der Dominanz des Wortes oder dem Dickicht der eingefahrenen Sehgewohnheiten verborgen bleiben mussten. Kunstwerke errangen neue Aufmerksamkeit als Orte des bildlichen Aufscheinens solcher Dimensionen von Bedeutung und zugleich als Repertoire eines hoch entwickelten methodischen Instrumentariums zur Entdeckung dieser Dimensionen.
Für die Öffnung dieser unvordenklichen Regionen der Bedeutung schien es nicht mehr als einer Verfeinerung der Verfahren der Visualität zu bedürfen. Die gründliche Vertiefung in das einzelne Bildwerk war die hermeneutische Maxime für die Erschließung eines visuellen Kosmos, der eine Kritik des Sehens, Konzepte der Subjektivität und des Selbstbewusstseins wie Theorien über die Grenzen der Darstellbarkeit barg. Im Bild wurde die Reichweite des Sehens als Verfahren der Erkenntnis vermessen; die Grenzlinie zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren gab den Horizont, unter dem die Frage nach dem Bild gestellt war.
Seither haben zahlreiche Analysen und Klassifizierungen unterschiedlicher Bildsprachen aus verschiedenen Gebieten des Wissens und der Kultur, sekundiert von semiotischen und anthropologischen Rahmentheorien, die dem Ausdrucks- und Erkenntnisvermögen des Bildes seinen spezifischen Ort zuweisen, das Terrain des Bildlichen weiter ergründet. Theorien solcher Art haben die Tendenz, über Bilder zu handeln, nicht aber, entlang den Bildern zu denken. Die Debatten gehorchen ganz anderen Kriterien. Sie sind auf eingegrenzte Fragestellungen beschränkt und im wissenschaftlich distanzierten Ton gehalten; das kritische und auch das religiöse Potential der Bilder selbst werden durch sie kaum noch berührt.
Wo das Bild in zunehmendem Maße mehr als Gegenstand denn als Ort und Methode von Erkenntnis gewürdigt und so von der Traktierung durch die Einzelwissenschaften eingeholt wird, scheint eine Rückbesinnung auf sein erkenntniskritisches und damit auf sein im weiteren Sinne religiöses Potential angezeigt.
Johannes Rauchenberger leitet seit 2000 das Kulturzentrum bei den Minoriten, ein Mehrspartenhaus für zeitgenössische Kunst in Graz. Birgit Pölzl, Studium der Germanistik an der Karl-Franzens-Universität. Dissertation zum Thema Implizität im realistischen Drama. Arbeit im Kulturzentrum bei den Minoriten als Ressortleiterin für Literatur. Buchpublikationen sowie zahlreiche Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und im ORF. Auszeichnung mit dem Literaturförderpreis der Stadt Graz, 1998.

最近チェックした商品