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Description
Wie entstand die besondere Ermächtigung des Menschen zur Gestaltung von Geschichte und Zukunft? Ist der Gedanke der 'Machbarkeit' nicht sogar Ausgangspunkt der neuzeitlichen Wende? In welcher Kontinuität stehen die autoritär-ideologischen oder völkischfaschistischen Gesellschaftsideologien des 20. Jahrhunderts? Welche Visionen werden in der Globalisierungsdebatte erörtert? Die Vorstellung einer grundsätzlichen Gestaltbarkeit gesellschaftlicher Wirklichkeit scheint ein spezifisches Kennzeichen moderner Gesellschaften zu sein. Ein Kennzeichen, das bisher wenig hinterfragt ist. Eine besondere Herausforderung sucht dieser interdisziplinär angelegte Band, indem er zur Diskussion stellt, inwieweit der politische Plan, eine radikal veränderte Zukunft für eine nächste Generation schaffen zu wollen, gesellschaftliche Gewaltprozesse akzeptiert und legitimiert. Prof. Dr. Mihran Dabag, Direktor des Instituts für Diaspora- und Genozidforschung/Ruhr-Universität Bochum, Professor für Neuere Geschichte am Historicum der Ruhr-Universität und Mitglied im Direktorium des Zentrums für Mittelmeerstudien an der Ruhr-Universität Bochum. Er studierte Philosophie, Soziologie, Politologie und Geschichtswissenschaft in Bonn und Bochum. Forschungs- und Publikationsschwerpunkte: Strukturvergleichende Genozidforschung; Geschichtstheorie; kollektive Gewalt und Genozid; historische Diasporaforschung; historische Migrationen und Diasporen im Mittelmeerraum; Geschichte und Gegenwart der armenischen Diaspora; Nationalismus und Nationenbildung; Reform- und Nationalbewegungen im Osmanischen Reich; Ideologie und Politik der Jungtürken; Genozid an den Armeniern; Kolonialismus und Imperialismus; Gedächtnistheorie und Erinnerungspolitik im Zeitalter der Globalisierung. 08.10.1944



