Description
Eine vielbeobachtete Eigenschaft der visuellen Ästhetik von Computeranimationsfilmen ist die Gleichzeitigkeit von Realismus und stilisierter Abstraktion. Diese Hybridästhetik wurde wiederholt in der Forschungsliteratur bemerkt, aber noch nicht systematisch untersucht. Die vorliegende Dissertation entwirft daher ein Modell zur Analyse der Hybridästhetik des Computeranimationsfilms und prüft dieses anhand von drei Fallstudien. Die Arbeit geht somit den Fragen nach, wie sich die Hybridästhetik als konstitutives Merkmal des Computeranimationsfilms erfassen lässt und welche stilistische Vielfalt in der Hybridisierung ästhetischer Traditionen möglich ist. Dazu wird erstmals ein multidimensionales Modell zur systematischen visuellen Analyse der Hybridästhetik des Computeranimationsfilms entwickelt und angewendet. Jannik Müller studierte Medienwissenschaft, Geschichte und Medienkultur an der Universität Siegen und promovierte 2025 im Fach Medienwissenschaft an der Universität Osnabrück. Seine Forschungs- und Lehrschwerpunkte liegen im Bereich Filmgeschichte und Animationsästhetik.



