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- > 20th century (1914-1955/49)
Description
Seit Ende der 1920er Jahre waren die v. Bodelschwinghschen Anstalten die größte diakonische Einrichtung Deutschlands. Das Buch bietet eine Alltagsgeschichte des »Großbetriebs der Barmherzigkeit«, in dem Menschen mit Epilepsie, mit Behinderungen und psychisch Kranke versorgt wurden. Die vorhandenen Patientenakten von 1924 bis 1949 werden erstmals inhaltlich wie quantitativ ausgewertet. Dargestellt werden Versorgung, Pflege und medizinische Behandlung der in Bethel untergebrachten Menschen, die Hinwendung der Anstaltsvertreter zum Nationalsozialismus, die Beteiligung an Zwangssterilisationen, die Abwehrversuche gegen die »Euthanasie«, die erhöhte Sterblichkeit im Krieg und in der Nachkriegszeit sowie der Umgang mit NS-Tätern.https://d-nb.info/1378389603 Vorwort und Danksagung1. Einleitung (Uwe Kaminsky, Marion Hulverscheidt, Jelena Haskenhoff und Maximilian Schell2. Gründung und Entwicklung der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel und der Provinzialheilanstalt Gütersloh2.1 Von der Fürsorge für Menschen mit Epilepsie zur diakonischen Komplexeinrichtung2.2 Die v. Bodelschwinghschen Anstalten als "Großbetrieb der Barmherzigkeit" und die Provinzialheilanstalt Gütersloh2.3 Das Profil der Anstalten Bethel, Sarepta und Gütersloh - erste Annäherungen3. Psychiatrische Fürsorge, Therapie und Arbeit in den 1920er Jahren3.1 Das psychiatrische Versorgungssystem in Westfalen und die Rolle der v. Bodelschwinghschen Anstalten3.2 Therapeutische Möglichkeiten (Marion Hulverscheidt)3.3 Arbeit und Beschäftigung4. Wohlfahrtsstaatskrise, Eugenik und Nationalsozialismus4.1 Sparen und Verwahren - Bethel und die Patienten der Provinzialverwaltungen4.2 Bethel, der Nationalsozialismus und die Teilnahme am Eugenischen Ausschuss / Ständigen Ausschuss für Rassenhygiene und Rassenpflege 1931 bis 19384.3 Zwangssterilisation in Bethel4.4 Behandlung von Menschen in der Psychiatrie (Marion Hulverscheidt)5. NS-"Euthanasie", Hunger und Sterben im Zweiten Weltkrieg5.1 Bethel und der Zweite Weltkrieg5.2 Die NS-"Euthanasie" und Bethel in der Phase der "Aktion T4"5.3 Hunger und Versorgung (Jelena Haskenhoff)5.4 Sterben in der Anstalt (Marion Hulverscheidt)6. Nachkriegsnot, Versorgungskrise und Schwangerschaftsabbruch6.1 Bethel und die Nachkriegsnöte6.2 Die Versorgungskrise in der direkten Nachkriegszeit von 1945 bis 1947 (Jelena Haskenhoff)6.2.1 Die britische Besatzungspolitik6.2.2 Die Situation in der Landwirtschaft6.2.3 Die Ernährungskrise in Nordrhein-Westfalen und in der Stadt Bielefeld6.2.4 Die Landwirtschaft der Anstalt Bethel in der Ernährungskrise6.2.5 Die Lebensmittelrationen für die Patienten6.2.6 Auswirkungen der Ernährungslage auf die Patienten6.2.7 Fazit6.3 Schwangerschaftsabbrüche nach Vergewaltigung - psychiatrische Begutachtungen 1945 bis 1947 (Jelena Haskenhoff)6.4 Medizinische Interventionen und Innovationen - Haus Mara (Marion Hulverscheidt)7. "Wie konnte er das?" - der Umgang mit der NS-"Euthanasie" in Bethel8. Fazit: Patienten im "Großbetrieb der Barmherzigkeit"Quellen- und LiteraturverzeichnisAbkürzungsverzeichnisPersonen- und Institutionenregister Dr. Uwe Kaminsky. Geb. 1962 in Mülheim. Studium der Sozialwissenschaften und Geschichtwissenschaft in Essen. Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Geschichte der Medizin der Charité Berlin. Forschungen zur Geschichte der Eugenik und der NS-Krankenmorde, Geschichte der Diakonie und der Heimerziehung.https://de.wikipedia.org/wiki/Uwe_Kaminsky (16.1.2024)



