Die Ortsnamen des Kreises Steinfurt (Westfälisches Ortsnamenbuch)

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Die Ortsnamen des Kreises Steinfurt (Westfälisches Ortsnamenbuch)

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  • 製本 Hardcover:ハードカバー版
  • 商品コード 9783739512334

Description

Vierundzwanzig Städte und Gemeinden bilden den in den 1970er Jahren entstandenen Kreis Steinfurt, der Westfalen im Norden begrenzt. Er ist von so unterschiedlichen Gebieten wie dem flachen Münsterland und dem Tecklenburger Land mit seinem Mittelgebirge Teutoburger Wald geprägt. Rund 300 Ortsnamen dieses Kreises, die vor 1600 erstmals schriftlich bezeugt sind, werden sprachwissenschaftlich und namenkundlich untersucht. Dabei ergeben sich auch Aufschlüsse über die westfälischen Siedlungsstrukturen und Aspekte der Sprach-, Landes- und Ortsgeschichte Westfalens, nicht zuletzt auch von Kulturgeographie und Genealogie.https://www.regionalgeschichte.de/detailview?no=1233 Vorwort - 7Einleitung - 9Die Ortsnamen des Kreises Steinfurt - 19Ortsnamengrundwörter und -suffixe -373Fachausdrücke - 395Literatur-, Quellen- und Karten - 399Register - 433Übersichtskarte - hinterer Einbanddeckel Dr. Claudia Maria Korsmeier. Geboren 1965 in Münster. Studium: Musikwissenschaft, Germanistik und Romanistik in Münster. Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsunternehmen Ortsnamen zwischen Rhein und Elbe - Onomastik im europäischen Raum (Münster) der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Veröffentlichungen zur Sprach- und Kulturgeschichte sowie zur Ortsnamenforschung.https://adw-goe.de/forschung/forschungsprojekte-akademienprogramm/ortsnamen-zwischen-rhein-und-elbe/personal/korsmeier/ Der Band zeichnet »nur« dreieinhalb Jahrzehnte der Lüdenscheider Geschichte nach, aber welch eine ereignisreiche Phase der Stadtgeschichte hat sich in dieser Zeit abgespielt. Die Menschen mussten den Ersten Weltkrieg, die Weimarer Republik, das Dritte Reich, den Zweite Weltkrieg, die ersten schweren Nachkriegsjahre erleben, erleiden, überstehen. Die heutige Kreisstadt des Märkischen Kreises im südlichen Westfalen kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, denn menschliche Spuren im Lüdenscheider Gebiet entstammen der Mittelsteinzeit. Als sächsische Siedlung entstand der Ort allerdings erst im 9. Jahrhundert. Die eigentliche Stadtwerdung vollzog sich in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Zwischen 1530 und 1723 trafen Lüdenscheid sechs große Stadtbrände, denen jeweils größtenteils die Bausubstanz zum Opfer fielen. Ein spürbarer wirtschaftlicher Aufschwung erfolgte erst ab 1880 mit dem Anschluss an das Eisenbahnnetz. Die Folgen des 1. Weltkriegs machten sich auch in Lüdenscheid mit einer hohen Arbeitslosenzahl bemerkbar, aber die Lage blieb relativ stabil, nicht zuletzt, weil anfangs noch demokratische Parteien eine Mehrheit behaupteten. Erst mit dem 30. Januar 1933, also mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler änderte sich die Situation und es folgte die Machtergreifung der Nazis. Hitler wurde bereits am 18. April 1933 zum Ehrenbürger der Stadt Lüdenscheid. Besonders schwere Zeiten brachen mit den Verbrechen der Kriegsendphase an, als zahlreiche Häftlinge, Fahnenflüchtige und andere Menschen exekutiert wurden. Wenigstens blieb die Stadt von größeren Bombenangriffen oder Kampfhandlungen verschont. Im Keller des Alten Rathauses richtete man nach dem Krieg die Ge-Denk-Zellen als Mahnstätte und Dokumentationsort zur Geschichte des Nationalsozialismus in Lüdenscheid ein. Über diese so schicksalhaften Jahrzehnte informiert eingehend die vorliegende Chronik mit einer Fülle von Informationen zu allen möglichen Vorkommnissen, so dass ein umfassendes Bild der Lüdenscheider Geschichte in dieser Epoche entsteht. Nach dem Vorwort und einführenden Hinweisen werden dem Leser zwei Lebensberichte geboten, die stellvertretend für viele andere Schicksale der behandelten Zeit in Lüdenscheid stehen. - Anschließend geht es um die Bedeutung der Reichstagswahl und der Kommunalwahl 1912. - In chronologischer Reihenfolge von 1914 bis 1949 werden dann in eindrucksvoller und eindringlicher Weise die wichtigen Ereignisse eines jeden Jahres schwerpunktmäßig dargestellt, veranschaulicht und dokumentiert durch zahlreiche Auszüge aus unterschiedlichen Quellen. Für 1929 beispielsweise heißt es: »Große Vielfalt, mangelnde Zusammenarbeit. Zusatz: Die Anfänge der NSDAP«; für 1930 »Die politische Krise«; für 1931 »Die wirtschaftliche Krise in Lüdenscheid«; für 1932 »Die soziale Krise«; für 1933 »Die Machtübertragung und Machtergreifung der NSDAP. Zusatz: Führerprinzip statt Selbstverwaltung«; für 1934 Die Zerstörung der wirtschaftlichen Existenz von Juden, Gewerkschaften u.a. Zusatz 1934: Verfolgung von Kritikern usw. - Auf die Chronik im engeren Sinn folgen informative Anmerkungen zu den Jahren 1914-1949, lokale Zeitungsartikel über das Nachwirken der Geschichte sowie eine kleine Forschungsgeschichte 1979-2019 zur Frage, was Geschichte und Erinnerung mit uns heute zu tun haben. - Außerdem bietet der Band eine Liste der Kriegsopfer und Verfolgten, eine Liste der ums Leben gekommenen Fremdarbeiter und Häftlinge des Arbeitserziehungslagers Hunswinkel, eine unvollständige Liste der inhaftierten und verurteilten Lüdenscheider*innen und eine Liste gestorbener russischer Kriegsgefangenen des Reservelazaretts Baukloh in Lüdenscheid. - Ein Literaturverzeichnis und ein Register beschließen den Band, der hoffentlich viele Bürger erreicht und zum Nachdenken bewegt. Der vorliegende Band stellt auf eindringliche Weise Dokumente und Aussagen von Zeitzeugen und aus weiteren Quellen zusammen, um dreieinhalb Jahrzehnte der Lüdenscheider Stadtgeschichte darzustellen. Verwendet werden mündliche und schriftliche Zeugnisse aus vielen Archiven, die sich zusammen mit amtlichen Schreiben und Statistiken sowie mit den Ergebnissen zahlreicher Interviews und Gespräche zu einem vielgestaltigen Bild zusammenfügen. Der Band dient nicht nur der Erinnerung an die jüngere Vergangenheit der Stadt. Er wird nicht nur die noch lebenden Zweitgenossen ansprechen, sondern er dürfte sich vor allem an die jüngeren Generationen wenden und sie auf- und wachrütteln, wenn sie mit den bedrückenden Schicksalen so vieler Menschen konfrontiert werden und mit den verbrecherischen Taten der Mächtigen. Ein solches Wachrütteln ist bedauerlicherweise gerade in unserer heutigen Zeit wieder erforderlich, da es in aller Welt erschreckende Ereignisse und Entwicklungen gibt, gegen die sich alle zivilisierten Menschen und Völker wenden müssen. Es sind zum Teil Entwicklungen, die man bis vor kurzem für unmöglich gehalten hätte, etwa das Ansteigen antisemitischer Vorfälle, rassistischer, islamistischer Bestrebungen und Gräueltaten oder auch das erneute Erwachen nationalistischer Strömungen. Die Welt steht vor großen politischen Herausforderungen, die noch verstärkt werden durch Pandemien und Naturkatastrophen im Gefolge des Klimawandels. Um diese Entwicklungen meistern zu können, bedarf es der friedlichen Zusammenarbeit aller Völker und Staaten. Die Konfrontation mit den Schreckenszeiten in der Vergangenheit sollte sie alle zusammenführen, um für das Wohl der Menschen einzutreten und den Machtgelüsten und den verderblichen Interessen einzelner oder kleiner Gruppen Einhalt zu gebieten. Paul Wietzorek, in: der Niederrhein 88, 2021, Heft 4 (Oktober), S. 175-176

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