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Description
Auguste Hauschner, *1850 in Prag, ist heute, wenn überhaupt, dann als Berliner Salonnière bekannt. Das literarische Werk der jüdisch-deutschsprachigen Autorin und Journalistin umfasst Dramen, Essays, Novellen und Romane und ist weitgehend in Vergessenheit geraten. Wissenschaftliche Arbeiten und die Neuausgabe ihres 1916 erschienenen Romans Der Tod des Löwen 2019 haben zu einer bescheidenen Wiederentdeckung beigetragen. Hier knüpft der vorliegende Band an. Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus Prag und Leipzig stellen darin die Ergebnisse eines gemeinsamen Projekts zur Prager deutschsprachigen Literatur vor. Sie haben den Tod des Löwen, der im Prag Rudolfs II. im frühen 17. Jahrhundert verortet ist, unter verschiedenen Gesichtspunkten analysiert und interpretiert. Sie beleuchten zudem die historischen, gesellschaftlichen, moralischen und theoretischen Kontexte. Diese erste umfassende Besprechung des Werkes ermöglicht einen komplexen Einblick in einen der "Prager Romane" Auguste Hauschners. Viera Glosíková, Doz. habil. PhDr., CSc., lehrt Germanistik an der Pädagogischen Fakultät der Karls-Universität in Prag und ist Vorstandsmitglied im Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren. Thies J. Hansberg studiert Germanistik in Leipzig und forscht zur Mehrsprachigkeit in der jüdisch-deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Sophie Maria Löser studiert Germanistik und Philosophie (Lehramt) in Leipzig. Ilse Nagelschmidt ist emeritierte Professorin für Literaturwissenschaft an der Universität Leipzig und Ehrenpräsidentin des "Freien Deutschen Autorenverbandes" (FDA).



